SDS-newsline Onlinezeitung

13. November 2017
von schueler
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Knochenjob Lebensretter: Die Ausbildung zum Notfallsanitäter

Notfallsanitäter sind ständig unterwegs, um anderen zu helfen. Der
Alltag ist knallhart. Der Job kann ein gutes Gefühl geben, er fordert
aber auch Körper und Psyche – manchmal bis an die Belastungsgrenze.

Frankfurt/Main (dpa/tmn) – Notfall am Frankfurter Flughafen: Eine
ältere Frau ist im Terminal ausgerutscht und hat sich wahrscheinlich
mehrere Knochen gebrochen. Nach dem Anruf eilt Lukas Schad sofort zu
seinem Einsatzwagen und fährt los. Der 24-Jährige macht am größten
deutschen Airport eine Ausbildung zum Notfallsanitäter.

Der Rettungsdienst am Frankfurter Flughafen hat viel zu tun, nach
Angaben des Airports rücken die Retter zu 6500 Einsätzen im Jahr aus.
200 000 Menschen aus allen Ländern und Kulturen sind täglich auf dem
Flughafen unterwegs – eine Großstadt auf 25 Quadratkilometer Fläche.
Schad und seine Kollegen haben es mit allen möglichen
Herausforderungen zu tun: von Unwohlsein über Knochenbrüche bis zur
Reanimation. Dazu kommt die Besonderheit des internationalen
Luftdrehkreuzes: Menschen aus anderen Ländern mit hoch ansteckenden
Infektionen wie Milzbrand oder SARS können hier landen – und müssen
versorgt werden.

Schad ist bei Notfällen oft als Erster zur Stelle: Er versorgt die
Patienten vor Ort und entscheidet, ob ein Arzt hinzugezogen werden
muss. In ernsten Fällen leitet er lebensrettende Maßnahmen ein, bis
ein Arzt eintrifft und übernimmt. Muss ein Verletzter ins
Krankenhaus, betreut Schad ihn während der Fahrt – und überwacht die
lebenserhaltenden Körperfunktionen. Schad gefällt, anderen zu helfen:
«Das gibt einem am Ende des Tages das angenehme Gefühl, etwas Gutes
getan zu haben.»

Notfallsanitäter erleben aber auch jeden Tag Schmerzen, Leid und
Trauer. «Um das aushalten zu können, müssen Bewerber psychisch stabil
sein und eine gefestigte Persönlichkeit haben», erklärt Kersten Enke.
Der Diplom-Gesundheitslehrer ist der Leiter des Bildungsinstituts
Niedersachsen/Bremen der Johanniter-Akademie.

Neben der psychischen Belastbarkeit braucht es körperliche Fitness.
«Der Job ist mitunter knochenhart», betont Marco König, Vorsitzender
des Deutschen Berufsverbands Rettungsdienst (DBRD). Einen 90
Kilogramm schweren Verletzten hebt man nicht so ohne Weiteres. Und
wer mitsamt seiner Ausrüstung in den dritten Stock zu einem Patienten
rennen muss, braucht dafür die notwendige Kondition.

Gefragt sind außerdem ausgeprägte kommunikative Fähigkeiten. «Man
muss auf den Hilfebedürftigen eingehen, ihm je nach Situation Mut und
Trost zusprechen», sagt Schad. Auch die Angehörigen brauchen mitunter
Zuspruch. Und auch an einem selbst gehen nicht alle Einsätze spurlos
vorbei. Manche Geschehnisse belasten, zum Beispiel, wenn ein kleines
Kind einen Notfall hatte, erzählt Schad. Es hilft ihm, solche Momente
im Team zu besprechen, um sie zu verarbeiten.

Notfallsanitäter arbeiten auf Rettungsfahrzeugen, bei
Hilfsorganisationen oder in größeren Betrieben. Die duale Ausbildung
dauert drei Jahre. Von Bewerbern wird mindestens die Mittlere Reife
erwartet, alternativ ein Hauptschulabschluss verbunden mit einer
zweijährigen Berufsausbildung. Arbeitgeber sehen es gerne, wenn ihre
künftigen Auszubildenden gute Noten in naturwissenschaftlichen
Fächern haben. Wer sich zum Beispiel in Chemie auskennt, kann die
Wirkungsweise von Medikamenten gut nachvollziehen.

Medikamente richtig zu handhaben, lernen angehende Notfallsanitäter
auch in Krankenhäusern. Dort absolvieren sie im Rahmen der Ausbildung
Praktika. Sie sind in den Kliniken als Pfleger unterwegs und arbeiten
zum Beispiel in der Notaufnahme, Anästhesie und Intensivmedizin.

Sie lernen in ihrer Ausbildung auch, wie sie einem Notarzt
assistieren und wie ein Patient für einen Transport ins Krankenhaus
vorbereitet wird. Psychische Betreuung und Beratung von Patienten und
Angehörigen gehört zum Lernstoff. Nach jedem Einsatz müssen
Notfallsanitäter ein Protokoll erstellen – das gibt Anhaltspunkte für
die weitere Behandlung. Außerdem steht nach jedem Einsatz die
Desinfizierung der Geräte an. «Dabei müssen auch die Vorräte an
Verbandsmaterial und Medikamente überprüft werden», erzählt Schad.

Die Ausbildungsvergütung beträgt nach DBRD-Angaben im Schnitt
zwischen 950 und 1100 Euro brutto im Monat. Die genaue Höhe hängt vom
Ausbildungsjahr und vom Arbeitgeber ab. Das Einstiegsgehalt von
Notfallsanitätern liegt laut DBRD durchschnittlich bei 2800 Euro pro
Monat. Hinzu kommen Wochenend- oder Nachtdienst-Zuschläge.

Nach der Ausbildung kann man sich zum Praxisanleiter für
Notfallsanitäter weiterbilden lassen oder ein Studium anschließen,
zum Beispiel in den Fächern Sanitäts- und Rettungsmedizin oder
Rettungsmanagement. Lukas Schad macht sich um seine Weiterbildung
noch keine Gedanken. Erst einmal möchte er seine Abschlussprüfung
hinter sich bringen. Und danach Berufserfahrung sammeln: «Das
Spannende ist, dass man morgens zur Arbeit fährt und gar nicht weiß,
welche brisanten Situationen einen erwarten.»

13. November 2017
von schueler
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Auch Arbeitnehmer muss für fristlose Kündigung wichtigen Grund nennen

Mainz/Berlin (dpa/tmn) – Eine außerordentliche Kündigung muss
bestimmten Anforderungen entsprechen, um gültig zu sein. Das gilt für
Arbeitnehmer ebenso wie für Arbeitgeber, erklärt die
Arbeitsgemeinschaft Arbeitsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV)
mit Blick auf eine Entscheidung des Landesarbeitsgerichts
Rheinland-Pfalz (Az.: 4 Sa 307/16).

In dem Fall ging es um einen Azubi, der seine Ausbildung in einem
anderen Betrieb fortsetzen wollte. Deshalb bat er seinen aktuellen
Arbeitgeber um Auflösung des Ausbildungsvertrags. Das lehnte der ab,
daraufhin kündigte der Azubi fristlos. In seinem Kündigungsschreiben
begründete er die Kündigung mit systematisch schlechter Behandlung,
ungerechter Kritik und häufigem Anschreien. Der Arbeitgeber klagte
gegen die Kündigung – und war damit erfolgreich.

Die Kündigung ist nichtig, entschied das Gericht. Der Grund: Das
Kündigungsschreiben werde den notwendigen Anforderungen nicht
gerecht. Eine Kündigung aus wichtigem Grund und ohne Einhaltung einer
Kündigungsfrist müsse schriftlich und unter Angabe der Gründe
erfolgen. Dabei müssten die für die Kündigung ausschlaggebenden
Tatsachen genau angegeben werden – pauschale Angaben reichten nicht
aus. Die Begründung der Kündigung enthalte jedoch lediglich
schlagwortartige Beschreibungen von Geschehnissen und keine
Schilderung konkreter Vorfälle.

Außerdem fehle ein wichtiger Grund für die Kündigung. Das seien etwa
Tatsachen, die es dem Azubi unzumutbar machten, die Ausbildung bis
zum Ende fortzusetzen. Solche Tatsachen konnten die Richter jedoch
nicht erkennen. Bei der Behauptung, der Ausbilder habe den Azubi
«drangsaliert», handele es sich zum Beispiel um eine völlig pauschale
und unbewiesene Behauptung.

13. November 2017
von schueler
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„Meine Reise als Fußballer endet hier“

Mit diesen Worten beendet Andrea Pirlo seine Fußballerkarriere. Andrea Pirlo hat nach dem Playoff-Aus in den USA wie bereits im Vormonat angekündigt seine aktive Karriere für beendet erklärt. „Nicht nur mein Abenteuer in New York geht zu Ende, sondern auch meine Reise als Fußballer“, schrieb er einen Tag nach dem Ausscheiden seines MLS-Teams New York City FC auf Twitter.

Pirlo hatte bereits Anfang Oktober in einem Sportmagazin sein Karriereende nach Auslaufen seines Vertrages beim New York City FC angekündigt. „Die Zeit ist gekommen. Du hast jeden Tag körperliche Probleme, kannst nicht trainieren, wie du willst, weil immer irgendetwas ist“, sagte Pirlo damals: „Es ist nicht so, dass man einfach bis 50 weitermachen kann. Ich werde etwas anderes machen.“

Seine Nationalmannschaftskarriere hatte Pirlo bereits nach der WM 2014 beenden wollen, doch nach dem Vorrundenaus der Italiener hatte er sich es noch einmal anders überlegt. Er machte weiter und bestritt im September 2015 sein 116. und letztes Länderspiel. Für die EM 2016 in Frankreich war er vom damaligen Nationaltrainer Antonio Conte nicht mehr nominiert worden.

 

13. November 2017
von schueler
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VCW in der Bundesliga

Der 1. VC Wiesbaden ist ein Volleyball-Verein, dessen erste Frauenmannschaft in der Bundesliga spielt. Am 14. Oktober hatte der VCW das erste Spiel in der Saison 2017/2018 und gewann gegen VFB Sohl Lotto Thüringen 3 : 0. Ein guter Start in die Saison. Am Samstag den 4. November war dann das zweite Auswärtsspiel gegen USC Münster in der Sporthalle am Berg Fidel. Dies war dann schon die zweite Niederlage in dieser Season. Eine Woche zuvor mussten die Hessinnen die Niederlage gegen den Dresdner SC ertragen. Der Trainer Dirk Groß hat seiner Mannschaft zwei Tage frei gegeben, um wieder einen klaren Kopf zu bekommen. „„In Satz drei und vier haben wir uns schlecht präsentiert. Wir haben die da aufgezeigten Schwächen jedoch gut analysiert und gehen jetzt als gestärktes Team daraus hervor“, blickt der Coach nach vorne. Der USC Münster hat im Sommer komplett neu gestartet. Der Trainer wurde ausgetauscht wie fast die ganze Mannschaft.

9. November 2017
von schueler
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«Cloud-Eggs» – «Fancy Alternative zum Spiegelei»

Berlin (dpa) – Wer etwas mehr will als das gewöhnliche Spiegelei kann
sich an Cloud-Eggs – also Wolken-Eiern – versuchen. Als die «fancy
Alternative zum Spiegelei», beschreibt es Schauspielerin Janina Uhse
auf ihrem Blog. Dabei kommt das Ei nicht einfach in die Pfanne –
sondern wird erst einmal getrennt. Das Eiweiß wird steif geschlagen
und in kleinen Wölkchen auf ein Backblech drapiert. Wichtig: In der
Mitte muss eine kleine Mulde geformt werden. Nach mehreren Minuten
backen wird in diese Mulde das Eigelb gegeben und alles kommt nochmal
kurz in den Ofen. Wer mag kann vor dem Backen die unterschiedlichsten
Zutaten in das geschlagene Eiweiß geben. Uhse zeigt das auf ihrem
Blog «Janina and Food» etwa mit Chorizo, Rucola, Parmesan und
verschiedenen Gewürzen.

9. November 2017
von schueler
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Ifo-Präsident: Deutscher Kohleausstieg hilft dem Klima nicht

München (dpa) – Ein deutscher Ausstieg aus der Kohleverstromung würde
dem Klima nach Einschätzung von Ifo-Präsident Clemens Fuest nichts
nützen. Denn die EU hat Obergrenzen für den CO2-Ausstoß festgelegt:
Je weniger Klimagas Industrie und Energieversorger ausstoßen, desto
weniger Emissionsrechte müssen sie kaufen. Wenn deutsche Kraftwerke
künftig weniger Verschmutzungsrechte brauchen, sinkt deren Preis im
europäischen Emissionshandel – und in anderen Ländern werde «mehr in
die Luft gepustet», erklärte Fuest am Mittwoch in München. «Für das
Weltklima ist es völlig egal, ob Deutschland aussteigt oder nicht.»
Aber «vielleicht geht es nur ums Image».

Die Grünen sind mit der Forderung, die 20 schmutzigsten
Kohlekraftwerke sofort abzuschalten und den Rest bis 2030, in die
Koalitionsgespräche mit Union und FDP gegangen. Inzwischen zeigen sie
sich hier kompromissbereit.

Fuest sagte, wenn Deutschland tatsächlich etwas für das Klima tun
wolle, müsse die Regierung dafür sorgen, dass es weniger
Verschmutzungs-Zertifikate gebe. Auch EU-Parlament und
Wirtschaftsverbände haben sich für eine stärkere Verknappung der
Emissions-Zertifikate ausgesprochen. Seit 2005 will die EU
Unternehmen mit dem Emissionshandel zwingen, mehr in saubere Technik
zu investieren. Wer CO2-Emissionsrechte übrig hat, kann sie
weiterverkaufen. Jedes Jahr schrumpft die Menge der ausgegebenen
Verschmutzungsrechte leicht.

9. November 2017
von schueler
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Kinder lernen an Förder- und Inklusionsschulen gleich schnell dazu

Bielefeld (dpa) – Ob Kinder mit einer Lernschwäche auf eine Förder-
oder Inklusionsschule gehen, ist für den Ausbau ihrer Lese- und
Schreibkompetenzen kaum von Bedeutung. Zu diesem Ergebnis kommen
Forscher der Universitäten Bielefeld, Marburg und Gießen. Sie haben
in einer Längsschnittstudie 410 Grundschüler in der dritten und
vierten Klasse mit einer Lernbeeinträchtigung mehrmals befragt. Die
Schüler aus Nordrhein-Westfalen wurden zu drei Zeitpunkten auf ihr
Leseverständnis getestet und mussten eine Rechtschreibprobe abgeben.
Dabei zeigte sich, dass die Kinder an den Inklusionsschulen zwar zu
allen drei Zeitpunkten durchweg stärker in den Tests waren. Beim
Ausbau der Kompetenzen waren Schüler an Inklusions- und Förderschulen
aber fast gleich auf.

So machten die Schüler an Inklusionsschulen zwar beim Lesen etwas
stärkere Fortschritte als die Kinder an Förderschulen. Umgekehrt war
der Kompetenzzuwachs beim Nachwuchs an Förderschulen aber beim
Schreiben größer als bei dem an Inklusionsschulen. «Die Studie zeigt:
Für den Kompetenzausbau kommt es nicht so sehr auf die Schulform an»,
sagte Elke Wild von der Universität Bielefeld. Entscheidend sei
vielmehr die Qualität der einzelnen Schule. Sie forderte, dass der
Unterricht an allen Schulen unabhängig von der Schulform auf einem
möglichst hohen Niveau stattfinden muss.

Dass Kinder an Inklusionsschulen in allen Tests besser abschnitten
als jene an Förderschulen, führt Wild darauf zurück, dass vor allem
die lernstärkeren Kinder auf eine solche Schule kämen. Die deutlich
schwächeren Schüler würden dagegen häufig eher eine Förderschule
besuchen. Insgesamt haben laut Wild sieben Prozent aller Schüler
einen festgestellten sonderpädagogischen Förderbedarf.

9. November 2017
von schueler
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Schuldirektor wegen sexueller Übergriffe angeklagt

Trier (dpa) – Wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern und
Schutzbefohlenen hat die Staatsanwaltschaft Trier den Leiter eines
Gymnasiums angeklagt. Dem suspendierten Pädagogen werden insgesamt
fünf Vorkommnisse zwischen Juni 2014 und Januar 2017 vorgeworfen, wie
die Staatsanwaltschaft in Trier am Mittwoch mitteilte.

In drei Fällen soll der Mann aus dem Kreis Trier-Saarburg an einem
zunächst 13 Jahre alten Schüler sexuelle Handlungen vorgenommen und
es in einem weiteren Fall versucht haben. Zudem habe er versucht,
einen 15-Jährigen zu sexuellen Übergriffen zu überreden, was aber
gescheitert sei. Zuvor hatte der Südwestrundfunk (SWR) über die
Anklage berichtet.

Die Ermittlungen waren nach einer Anzeige Mitte Januar angelaufen.
Die Schulbehörde suspendierte den Schulleiter nach Bekanntwerden der
Ermittlungen vorläufig.

8. November 2017
von schueler
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Koalitionsgespräche in Niedersachsen: Diese Punkte sind strittig

Hannover (dpa) – Gut drei Wochen nach der Landtagswahl in
Niedersachsen sind SPD und CDU am Dienstag zu ihrem ersten
Koalitionsgespräch in der Chefrunde zusammengekommen. Unter Führung
von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) und CDU-Landeschef Bernd
Althusmann prüfte die Runde vor allem die Finanzlage des Landes und
diskutierte über erste Ergebnisse der Arbeitsgruppen zu einzelnen
Kapiteln des Koalitionsvertrags. Zwischen den Parteien gibt es noch
diverse strittige Punkte und ambitionierte Investitionsvorhaben,
deren Finanzierung geprüft werden muss.

BILDUNGSPOLITIK

Die stärksten Differenzen zwischen SPD und CDU gibt es ausgerechnet
bei dem Punkt, den vor der Wahl die meisten Menschen als sehr wichtig
für ihre Wahlentscheidung genannt hatten: der Schul- und
Bildungspolitik. Die CDU fordert eine einjährige Pause bei der
Inklusion – also dem gemeinsamen Lernen von Schülern mit und ohne
Behinderung. Förderschulen mit dem Schwerpunkt Lernen sollen erhalten
bleiben. Die SPD will die Inklusion vorantreiben und die Förderschule
Lernen abschaffen. Zudem will die CDU wieder die
Schullaufbahnempfehlung einführen, die Eltern mitteilt, welche Schule
ihr Kind nach Klasse 4 besuchen soll. Die SPD lehnt das ab.

INNERE SICHERHEIT

Die CDU fordert für terroristische Gefährder mit deutschem Pass die
Möglichkeit einer Gewahrsamshaft von bis zu 18 Monaten. Dieses auch
verfassungsrechtlich umstrittene Vorhaben lehnt die SPD ab.
Politische Akteure in Hannover gehen davon aus, dass die CDU diese
Forderung im Laufe der Koalitionsverhandlungen zurücknehmen wird. Auf
Widerstand der SPD dürfte auch der Plan der CDU stoßen,
Bundeswehr-Soldaten für den terroristischen Katastrophenfall im
Inneren einzusetzen.

FINANZEN

Angesichts sprudelnder Steuereinnahmen ist die Haushaltslage in
Niedersachsen derzeit entspannt. Während die SPD jedoch die
Mehreinnahmen in die Sanierung von Infrastruktur und Krankenhäusern
sowie in Bildung und Digitalisierung investieren möchte, plädierte
die CDU in ihrem Wahlprogramm dafür, einen Teil für die Tilgung der
Schulden zu verwenden. Nach Angaben des Finanzministeriums hat das
Land gegenwärtig 58,2 Milliarden Euro Schulden. Die Chefrunde der
Koalitionsparteien machte nach ihrem Treffen am Dienstag noch keine
Angaben, was finanzierbar ist und was nicht.

AGRAR- UND UMWELTPOLITIK

Die SPD hat mit ihrem bisherigen grünen Koalitionspartner viele
Reformen bei Tierschutz und Umweltschutz angeschoben und zum Teil
auch umgesetzt. Nicht verabschiedet wurde die geplante Reform des
Wassergesetzes, die ein Verbot von Pflanzenschutz- und Düngemitteln
an Flussrändern vorsah. Für viele Bauern im Agrarland Niedersachsen
ist das geplante neue Wassergesetz ein rotes Tuch. Die SPD will auch
künftig am Schutz von Gewässerrandstreifen festhalten, um den
Nitrateintrag zu verringern. Die CDU dagegen will Gewässerschutz auf
Basis der freiwilligen Kooperation stellen und nicht verordnen.

8. November 2017
von schueler
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Profile in sozialen Netzwerken können Pluspunkt für Bewerber sein

München/Hamburg (dpa/tmn) – Bloß keine Party-Fotos: Bewerber
versuchen oft, in sozialen Netzwerken Peinlichkeiten vor potenziellen
Arbeitgebern zu verstecken. Umgekehrt kann ein interessantes Profil
bei Xing, Instagram und Co. aber auch ein Pluspunkt sein, erklärt
Karsten Borgmann, Deutschlandchef der Jobbörse Careerbuilder, im
Interview mit der Zeitschrift «Neon» (Ausgabe Dezember 2017).
Ehrenamtliches oder sportliches Engagement ist zum Beispiel viel
beeindruckender, wenn es in den Netzwerken tatsächlich zu sehen ist –
und nicht als unbewiesener Punkt im Lebenslauf steht.

Bei einem Kommunikations-Job kann ein gut gepflegtes Profil sogar
eine Art Arbeitsprobe sein. Umgekehrt macht es eventuell
misstrauisch, wenn jemand auf den einschlägigen Plattformen gar nicht
zu finden ist, so der Experte. Das sei ein Hinweis darauf, dass
jemand nicht vernetzt ist oder nicht kommunizieren kann – je nach
Stelle eventuell ein Ausschlussgrund.