SDS-newsline Onlinezeitung

8. Juni 2016
von schueler
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HERZLICH WILLKOMMEN

auf der Homepage der OnlineZeitung der Schulze-Delitzsch-Schule Wiesbaden.
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Redaktionsferien:



schule_ohne_rassismus

Unsere Schule ist seit 17. Januar 2014  “Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage”.

Was ist das für ein Projekt?

Wir berichten laufend über die schulischen Aktivitäten …

18. April 2018
von Emirhan
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Bouffier will Rechtskundeunterricht für Flüchtlingskinder an Schulen

Hamburg (dpa) – Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) will
nach Informationen des Nachrichtenmagazins «Spiegel»
Rechtskundeunterricht für Flüchtlingskinder an den Schulen des Landes
einführen. In sogenannten Rechtsstaatsklassen solle den Kindern nicht
nur die deutsche Sprache, sondern auch das Rechtssystem und die
Werteordnung des Landes vermittelt werden, berichtete das Magazin am
Samstag. Einen ähnlichen Unterricht gebe es bereits seit zwei Jahren
in Flüchtlingsheimen. «Das Projekt ist sehr erfolgreich. Deshalb
wollen wir diese Erfahrung nutzen und in der kommenden
Legislaturperiode den Unterricht ausweiten», wurde Bouffier zitiert.

Auch der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat
angekündigt, einen Wertekundeunterricht für Flüchtlingskinder an den
Schulen einzuführen. In Bayern und Hessen finden im Oktober
Landtagswahlen statt.

18. April 2018
von Emirhan
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Ministerin Schulze: Freiheit der Wissenschaft verteidigen

Berlin (dpa) – Bundesumweltministerin Svenja Schulze und die Grünen
haben anlässlich der weltweiten Protestaktion «March for Science» zur
Stärkung von Wissenschaft und Forschung aufgerufen. «Die Freiheit der
Wissenschaft ist die notwendige Voraussetzung für unser Vertrauen in
wissenschaftliche Erkenntnisse», sagte die SPD-Politikerin der
Deutschen Presse-Agentur.

Am Samstag sind weltweit Protestmärsche unter dem Motto «March for
Science» geplant – auch in Deutschland. Wissenschaftler wollen damit
für die Freiheit der Forschung und die Anerkennung wissenschaftlicher
Erkenntnisse demonstrieren. Die Aktion wurde vergangenes Jahr ins
Leben gerufen. Besonders in den USA richtet sich die Bewegung gegen
die Rhetorik von US-Präsident Donald Trump, der unter anderem die
Erderwärmung mehrfach als Schwindel bezeichnet hat.

Eine Selbstverständlichkeit wie die Freiheit der Wissenschaft
anmahnen zu müssen, sei «auch Ausdruck einer Verunsicherung in einer
Welt, in der alternative Fakten zur Staatsdoktrin werden können»,
sagte Schulze. «Was, wenn nicht wissenschaftlich belegte Fakten sind
die Basis für gute Politik?»

Der wissenschaftspolitische Sprecher der Grünen, Kai Gehring,
forderte, «bestimmte Disziplinen wie Klima- oder Genderforschung
gegen reaktionäre, rechtspopulistische Anfeindungen» zu verteidigen.
«Weltweit erstarken autoritäre, nationalistische und
rechtspopulistische Strömungen und Autokratien.» Diese richteten sich
auch gegen eine freie und kritische Wissenschaft.

18. April 2018
von Emirhan
Keine Kommentare

Steinmeier vermisst genügend Respekt vor Berufsausbildungen

Berlin (dpa) – Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier beklagt eine
zu geringe Wertschätzung für Berufsausbildungen. Im Ausland werde die
deutsche duale Ausbildung mit Berufsschule und Betriebspraxis
geradezu «respektiert, ja fast bewundert», in Deutschland selbst aber
«nicht genug», sagte er der «Bild am Sonntag». Gemeinsam mit seiner
Ehefrau Elke Büdenbender hat Steinmeier die Schirmherrschaft für die
am Montag beginnende «Woche der beruflichen Bildung» übernommen. Das
Ehepaar wird quer durch Deutschland Berufsschulen besuchen.

Auch bei der Integration von Flüchtlingen seien Ausbildungen von
zentraler Bedeutung, sagte er: «Die Frage, wie sich Geflüchtete in
Deutschland integrieren, wird auch ganz stark davon abhängen, wie
viele der geflüchteten Jugendlichen wir in berufliche Ausbildung
bringen.» Egal ob es um Integration gehe oder um hier geborene
Jugendliche: «Der Anspruch an unser Bildungssystem und an unsere
ganze Gesellschaft muss letztlich immer sein: Es darf niemand
verloren gehen.»

18. April 2018
von Emirhan
Keine Kommentare

FDP stellt Bedingungen für Gesetzänderung zur Bildungsfinanzierung

Siegen (dpa) – Die FDP stellt Bedingungen für eine Zustimmung zur
geplanten Grundgesetzänderung bei der Bildungsfinanzierung.
Voraussetzung sei, dass die große Koalition das Gespräch mit der FDP
aufnehme, sagte Bundesparteichef Christian Lindner am Samstag bei
einem Landesparteitag der nordrhein-westfälischen FDP in Siegen.

CDU, CSU und SPD hatten in ihren Koalitionsverhandlungen vereinbart,
das Grundgesetz zu ändern, damit der Bund sich stärker an der
Finanzierung der Bildungsinfrastruktur beteiligen kann. Dabei geht es
vor allem um den Ausbau von Ganztagsschulen in den Kommunen. Bisher
ist eine Finanzhilfe des Bundes nur für finanzschwache Kommunen
zulässig. Für eine Grundgesetzänderung ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit
im Bundestag nötig, über die die große Koalition aber nicht verfügt.

Lindner sagte, die geplante Änderung sei zwar aus Sicht der FDP nur
ein kleiner Zwischenschritt bei der Lockerung des sogenannten
Kooperationsverbots. «Wir sind aber bereit, den Spatz in der Hand zu
akzeptieren und uns die Taube auf dem Dach für später aufzuheben.» Es
reiche allerdings nicht, wenn die Regierung einen eigenen Antrag
einbringe und darauf vertraue, dass die FDP schon zustimmen werde.

Bisher ist die Bildung fast ausschließlich Ländersache. Das
Kooperationsverbot untersagt dem Bund weitestgehend die
Mitfinanzierung im Bildungsbereich.

Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) warnte
vor einem Ende des Kooperationsverbots und mehr Zentralisierung. «Ich
habe die Befürchtung, dass sich das Niveau eher nach unten angleichen
würde. Die deutsche Bildungslandschaft lebt von einem positiven
Wettbewerb der Länder und von regionalen Unterschieden und
Bedürfnissen», sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Nachholbedarf
gebe es bei der länderübergreifenden Vergleichbarkeit von
Schulabschlüssen, aber die Länder seien auf dem Weg zu einem
entsprechenden Staatsvertrag.

18. April 2018
von Emirhan
Keine Kommentare

Business statt Bücher: Wenn Studierende gründen

Der Traum vom eigenen Unternehmen packt viele junge Gründer bereits
während des Studiums. Morgens Bücher wälzen, abends eine Firma
aufbauen – geht das? Und welche Stolperfallen lauern bei der
Existenzgründung aus dem Hörsaal?

Karlsruhe (dpa/tmn) – Es beginnt mit einer Idee. Sie ist irgendwann
da und geht nicht mehr weg. Kreist durch den Kopf, wird verworfen,
wieder aufgenommen, weiterentwickelt. So beginnen wohl die
Geschichten der allermeisten Start-ups – aber nicht aller. Bei Martin
Trenkle und seinem Unternehmen Campusjäger war das anders: «Am Anfang
stand der Wille zu gründen. Danach erst haben wir nach Ideen
gesucht», erinnert sich der Junggründer. Mit «wir» meint er sich und
seine Mitstreiter Jannik Keller und Matthias Geis. Das Trio kannte
sich bereits aus der Schule.

Sie grübelten an Ideen herum und entdeckten eine Marktlücke in der
Automatisierung des Personalvermittlungsmarktes. Kaum hatte das
Studium begonnen, wurden die Erstsemester zu Gründern. Ihr Plan: Das
Studium des Wirtschaftsingenieurwesens erfolgreich abschließen und
nebenbei Start-up-Luft schnuppern. «Wir hatten aber nicht erwartet,
dass sich die Ereignisse so überschlagen. Schon nach wenigen Monaten
war klar, es war keine Nebenbeigründung», erzählt Trenkle.

Egal ob aus purem Gründungswillen oder wegen einer guten Idee: Wer
sich selbstständig machen will, dem bietet ein Studium besonders gute
Voraussetzungen. Das finanzielle Risiko der Gründer ist gering, sie
haben kaum Verbindlichkeiten – dafür aber viele Freiheiten und häufig
eine hohe Bereitschaft, Neues auszuprobieren. Eine breite
Förderlandschaft für Studierende ermöglicht Jung-Gründern, innovative
Geschäftsmodelle auszuprobieren, ohne dabei viel Eigenkapital
investieren zu müssen.

Hinzu kommt: Selten lassen sich Wissenschaft, Erfahrungen und
Beratung so effizient verbinden wie auf einem Hochschulcampus. «Es
ist sinnvoll, das Netzwerk der Hochschule zu nutzen, mit Kontakten zu
Professoren und Studienbegleitern, aber auch zu Berufskammern und
entlang der eigenen Marktbranche», sagt Jürgen Wager von der
Industrie- und Handelskammer Schwaben.

Wager berät Studierende rund um die Unternehmensgründung. Ein
wichtiger Tipp: sich auch den administrativen Hintergrund eines
Unternehmens bewusst machen. Buchführung, Gewerbeanmeldung,
Gewinnermittlung, Krankenversicherung – bei diesen Grundlagen fehle
den Studierenden häufig die Expertise und Erfahrung. «Beratung,
Beratung und noch mal Beratung», hält Wager daher für den wichtigsten
Schritt auf dem Weg in die Selbstständigkeit.

Auch Cindy Stern vom Gründungs- und Innovationszentrum der
Universität Oldenburg sagt: «Alle gründungswilligen Studierenden
haben etwas gemeinsam: Sie wissen häufig nicht genau, was man als
nächstes macht, und dann ist es gut, aus der Erfahrung anderer zu
lernen.» Vernetzung lautet ihr Stichwort: «Es ist ratsam, nicht im
stillen Kämmerlein zu bleiben, sondern sich mit anderen
auszutauschen.»

Dazu gehört nicht nur das Gespräch mit Beratern, Kommilitonen und
Professoren, sondern auch der Austausch mit potenziellen Kunden. «Es
macht keinen Sinn, am Markt vorbei zu entwickeln», sagt Stern. «Ich
sollte mindestens drei Kunden fragen, was sie von meiner Idee halten
und nicht etwas in Rot produzieren, das später jeder in Grün haben
will.»

Grundsätzlich spreche nichts gegen eine Unternehmensgründung als
Studierender, sagt auch Stern: «Es ist eine Doppelbelastung, aber in
der Regel kann man beides gut verbinden, wenn der Studierende aus
fachlicher Expertise heraus gründet.» Im Idealfall schaffen es
Gründer-Studenten sogar, die Abschlussarbeit mit dem eigenen
Gründungsthema zu verbinden – und schlagen so zwei Fliegen mit einer
Klappe.

Eine gute Idee ist dabei nicht alles. Wichtiger noch sei das
Gründungsteam, sagt Prof. Simon Werther von der Hochschule der Medien
in Stuttgart: «Mit wem würde ich gerne gründen? Wer ergänzt meine
Kompetenzen? Darauf würde ich das Augenmerk legen.» Gute Ideen gebe
es viele. Doch erst sie umzusetzen und hartnäckig zu verfolgen, macht
eine echte Gründung aus.

Werther ist Professor für Innovationsmanagement und engagiert sich im
Bundesverband Deutscher Startups. Sein erstes Unternehmen gründete er
bereits mit 16 Jahren. Das berühmte «Fail forward» hält er bis heute
für eine gute Devise: «Man muss bereit sein, sich immer wieder
aufzurichten, aus Fehlern und Niederschlägen zu lernen. Es gibt immer
Hürden, und es ist immer ein Risiko, aber die Erfahrung einer
Gründung, egal wie erfolgreich sie läuft, kann einem niemand mehr
nehmen. Machen statt Reden wäre mein größter Tipp!»

Martin Trenkle hat sich daran gehalten. Heute beschäftigt sein
Unternehmen fast 40 Mitarbeiter. Er selbst studiert noch immer, im
neunten Semester. «In den ersten zwei Jahren habe ich das Studium
noch voll durchgezogen. Ich habe die Klausuren mitgeschrieben, war
aber nie in der Uni», erinnert er sich. Tagsüber arbeiten, abends für
Klausuren lernen – «das hat die ersten zwei Jahre funktioniert, dann
wurde es zu viel.» Heute schreibt Trenkle nur noch halbjährlich
Klausuren, aber abschließen möchte er das Studium in jedem Fall. «Das
ist aber eine rein emotionale Entscheidung. Was ich in meinem
Unternehmen mache, bringt mir persönlich viel mehr als ein Studium.»

18. April 2018
von Emirhan
Keine Kommentare

Schnelle Hilfe: Werkfeuerwehrleute sind nicht nur im Notfall gefragt

Was Werkfeuerwehrleute im Notfall machen, ist klar. Doch was tun sie,
wenn es nicht gerade brennt? Däumchen drehen? Von wegen: Dann leisten
die Fachkräfte den eigentlichen Löwenanteil ihrer anspruchsvollen
Arbeit – damit es gar nicht erst zum Notfall kommt.

Darmstadt (dpa/tmn) – Wenn es brennt, zählt jede Sekunde – umso mehr,
wenn es in Industrieanlagen qualmt oder kracht. Schneller als die
reguläre Feuerwehr ist dann oft die Werkfeuerwehr. Denn sie kennt das
Unternehmen, die Örtlichkeiten, die Abläufe – und die Risiken. Hannah
Netzer ist Werkfeuerwehrfrau. Im Herbst 2017 hat sie die dreijährige
Ausbildung für den Job erfolgreich beendet, jetzt arbeitet sie als
Fachkraft in der Brandschutzabteilung des Wissenschafts- und
Technologiekonzerns Merck. Das Unternehmen betreibt in Darmstadt
seinen größten chemisch-pharmazeutischen Forschungs- und
Produktionsstandort.

«Jeder Arbeitstag ist anders und auch nicht planbar», erzählt die
25-Jährige. Im Fall einer Havarie oder eines Unfalls rücken andere
für den Tag geplante Aufgaben natürlich in den Hintergrund. Und von
solchen To-dos gibt es jede Menge: «Die Aufgaben von
Werkfeuerwehrleuten sind sehr vielfältig und anspruchsvoll», erklärt
Jürgen Warmbier vom Bundesverband Betrieblicher Brandschutz (WFVD).

«Werkfeuerwehrleute sind mehr als nur Brandlöscher», sagt der
Experte. So versorgen sie im Notfall auch Verletzte und sichern
Gefahrenstellen ab. Sie leisten technische Hilfe, indem sie etwa
Metallteile durchtrennen, die den Weg zu einer Gefahrenstelle
versperren. Und sie prüfen im Zweifelsfall mit Messgeräten, ob
irgendwo Chemikalien oder andere gefährliche Material ausgetreten
sind.

In erster Linie kümmern sie sich aber darum, dass es gar nicht erst
zu Unfällen und Bränden kommt. Dafür überprüfen sie regelmäßig Rauch-
und Wärmeabzugseinrichtungen sowie Feuerlöscher, sie warten Brand-
und Gefahrenmeldeanlagen. «Wird der Bau einer Fabrikhalle geplant,
dann sind Werkfeuerwehrleute dabei», sagt Bernd Saßmannshausen,
Leiter der Brandschutzabteilung bei Merck. Sie prüfen bei der Planung
von Brandschutzkonzepten, wo etwa eine zusätzliche Brandschutztür
oder Löschanlage nötig ist. Und sie schulen Mitarbeiter, damit die
sich bei Gefahr korrekt verhalten.

Diese Vielfalt ist auch der Grund dafür, dass Netzer gerne zur Arbeit
kommt. «Den ganzen Tag nur am Schreibtisch zu sitzen, das wäre nichts
für mich», sagt sie. Wer sich für den Beruf interessiert, muss
teamfähig sein. Denn Werkfeuerwehrleute gehen die täglichen
Herausforderungen gemeinsam an. Wie wichtig die Zusammenarbeit in dem
Job ist, zeigt sich aber gerade im Notfall: Wenn es um jede Sekunde
geht, muss jeder seine Rolle und seinen Platz kennen.

Theoretisch reicht für die Ausbildung zur Werkfeuerwehrfrau zwar ein
Hauptschulabschluss – besser wäre aber mehr. «Bislang wurden
mehrheitlich Abiturienten und Realschulabsolventen eingestellt»,
erklärt Warmbier. Technisches Verständnis und handwerkliches Geschick
sind ebenso wichtig wie körperliche Fitness. In Gefahrensituationen
müssen Werkfeuerwehrleute einen kühlen Kopf bewahren und schnell
sowie verantwortungsbewusst handeln. «Der Umgang mit Verletzten oder
vielleicht sogar Toten kann zudem psychisch belastend sein», sagt
Netzer.

Zudem müssen Werkfeuerwehrleute zu Schichtdienst bereit sein: Rund um
die Uhr, auch am Wochenende, ist ihre Einsatzstelle besetzt. Während
der Ausbildung lernen die Azubis beispielsweise, welche
Schutzvorschriften beachtet werden müssen oder wann im Falle eines
Brandes oder einer Explosion gegebenenfalls chemisches, biologisches
oder radioaktives Gefahrgut austritt – und was dann zu tun ist.

Zur Ausbildung gehört auch, wie Leitungen verlegt, elektrische
Verbindungen hergestellt oder Rohre getrennt, umgeformt und verbunden
werden. Solche Arbeiten fallen an, wenn beispielsweise eine
Löschanlage konzipiert oder repariert wird. Auch Wartungsarbeiten
oder das Beseitigen von Ölspuren gehören zum Berufsalltag von
Werkfeuerwehrleuten.

Die Höhe der Ausbildungsvergütung hängt von der Branche ab, zu der
ein Unternehmen gehört. Werkfeuerwehren gibt es in allen Unternehmen
mit erhöhtem Gefahrenpotenzial. Das sind neben chemischen
Produktionsstätten etwa Gießereien, Autofirmen, Kraftwerke, aber auch
Flughäfen oder Messen. Nach Angaben des WFVD erhalten Auszubildende
im ersten Jahr im Schnitt rund 860 Euro pro Monat, im zweiten und
dritten Jahr sind es dann 950 und 1000 Euro. Das Einstiegsgehalt nach
der Ausbildung beträgt laut Bundesagentur für Arbeit mindestens 2800
Euro brutto – auch hier abhängig von der Branche.

Wer Karriere machen will, kann etwa Teamleiter, dann Staffel- und
Gruppenführer bis hin zum Zugführer werden. Auch eine Weiterbildung
zum Notfallsanitäter ist möglich. Je nach Vorbildung können
Interessierte zudem das Fach Rettungsingenieurwesen an der Uni
studieren. Hannah Netzer will sich eines Tages ganz gewiss
weiterbilden – macht sich aber darüber vorerst keine Gedanken. «Ich
möchte erst einmal in diesem spannenden Beruf weiter Erfahrungen
sammeln.»

18. April 2018
von Emirhan
Keine Kommentare

Uni-Dozent Gabriel: «Sie haben die Chance, Außenminister zu werden»

Einen Monat nach seinem Ausscheiden aus dem Bundeskabinett hat Sigmar
Gabriel am Montag wieder einen Auftritt: als Gastdozent an der Uni
Bonn. Es gibt Protest, es gibt Applaus – und am Ende auch
Erleichterung.

Bonn (dpa) – Sigmar Gabriel hat erst ein paar Minuten gesprochen, da
entrollen Studenten auf der Empore des Hörsaals 1 zwei Plakate.
«Gegen Iran-Siggi» und «Für Israel» steht darauf. Sie werfen
Flugblätter in den Saal und rufen: «Herr Gabriel, warum liefern Sie
Waffen an die Türkei? Warum arbeiten Sie mit Putin zusammen?» Für sie
ist der Mann da vorn offenbar noch immer amtierender Außenminister.

Gabriel lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. «Ich hoffe, Sie kommen
in mein Seminar», schmunzelt er. Eine der Protestierenden entgegnet:
«Wir sind nicht zugelassen worden!» – «Dann trage ich Sie persönlich
ein und hole Sie ab!», verspricht Gabriel.

Vor rund einem Monat war er noch Vizekanzler und Außenminister. Jetzt
wird er an der Universität Bonn als «Bundesminister des Auswärtigen
a.D.» angekündigt. Dennoch steht da nach eine ganze Reihe von
Kameras. Berliner Verhältnisse in Bonn – dieses eine Mal noch. Denn
alle wollen sehen, wie er den Macht-Entzug bisher verkraftet hat.

Der holzvertäfelte Hörsaal im Kurfürstlichen Schloss ist bis auf den
letzten Platz gefüllt: So 350 Leute sind gekommen, nicht nur
Studenten, sondern auch Senioren, die an einem Montagmittag Zeit
haben. «Mich würde mal interessieren, was ein Herr Gabriel für so
einen Vortrag bekommt», sagt ein ergrauter Herr in der achten Reihe.
«Und ob er es als Nebentätigkeit anmeldet», ergänzt sein ebenfalls
schon nicht mehr ganz studentischer Sitznachbar. Die beiden haben
offenbar nicht den Bonner «General-Anzeiger» gelesen, denn dort hat
Gabriel schon vor Monaten klargestellt, dass er das ehrenamtlich
macht.

Der Rektor ist froh, ihn hier zu haben, schließlich verstehe sich die
Uni als Scharnier zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Viele
andere Politiker sind nach dem Ende ihrer aktiven Laufbahn ebenfalls
vorübergehend an die Uni gewechselt: Joachim Gauck, Peer Steinbrück,
Joschka Fischer, um nur einige zu nennen.

Das letzte Mal, als er an der Uni Bonn gewesen sei, habe er im
Hofgarten demonstriert, sagt der ehemalige SPD-Vorsitzende. Und dann,
an die Studenten gerichtet: «Sie haben die Chance, erst Außenminister
und dann Vorleser an der Uni zu werden, das ist die gerechte Strafe
für die Jugendsünden.»

Im weiteren Verlauf wird es dann sehr seriös. Gabriel ist spürbar
darum bemüht, seine Ausführungen theoretisch zu untermauern, so wie
es sich gehört an einer Uni, die von Heinrich Heine, Friedrich
Nietzsche und Karl Marx besucht worden ist. Er geht zurück bis zu
Heinrich dem Seefahrer im 15. Jahrhundert. Er spricht über Europa,
Syrien und China, er erwähnt die Krim und den Brexit. Er zitiert
Dichter und Politologen, aber auch historische Staatsmänner wie Fürst
Metternich und Lord Palmerston. Der ganz große Bogen. Für manchen zu
groß. Hier und dort leuchten Handys unter dem Tisch auf.

Wer auf Sticheleien gegen die Berliner Aktiven gehofft hat, wird
enttäuscht: Gabriel macht ganz auf Elder Statesman. Eine Stunde redet
der Dozent. Am Ende ein warmer, aber auch erleichterter Applaus. Dann
geht’s raus in die Mittagssonne.

Gabriel lehnt an der Bühne, um ihn herum eine Traube von Reportern.
Alles wie gehabt. «Ich find es spannend», ist seine Bilanz. «Ich war
ja mal Lehrer, ich hab ja mal einen anständigen Beruf gelernt
früher.» Eine Journalistin will noch wissen, ob man ihn demnächst
auch in der Mensa treffen könne? «Warum nicht?», fragt er. «Kommt
drauf an, wie das Essen da ist.»

18. April 2018
von Emirhan
Keine Kommentare

Sigmar Gabriel mahnt gemeinsame europäische Syrien-Strategie an

Bonn (dpa) – Der ehemalige Bundesaußenminister Sigmar Gabriel hat
eine gemeinsame europäische Syrien-Strategie angemahnt. «Es ist eine
wahre Herkulesaufgabe, die Europa da zu bewältigen hat», sagte der
SPD-Politiker am Montag in einer Vorlesung an der Universität Bonn.
Er kritisierte, dass Europa zuletzt wieder ohne gemeinsame Linie
agiert habe: Frankreich und Großbritannien hätten sich mit den USA an
den Militärschlägen beteiligt, Deutschland und andere europäische
Länder hätten sich zurückgehalten. «Diese Spaltung ist wirklich
gefährlich, weil sie andere Mächte dazu ermuntert, uns zu testen»,
sagte Gabriel.

Der vor einem Monat aus dem Amt geschiedene Ex-Minister sprach über
das Thema «Deutschland in einer unbequeme(re)n Welt». Er hatte sich
noch als Außenminister bereiterklärt, in diesem Sommersemester
ehrenamtlich einen Lehrauftrag an der Traditionsuni zu übernehmen.
Auch die ehemaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck und Christian
Wulff, Ex-Finanzminister Peer Steinbrück und der frühere
Außenminister Joschka Fischer waren nach dem Ende ihrer politischen
Laufbahn als Gastdozenten aktiv geworden.

18. April 2018
von Emirhan
Keine Kommentare

Bioökonomie: Karliczek will Zweifel an Forschung eindämmen

Berlin (dpa) – Wenige Tage vor einer internationalen Konferenz zur
Bioökonomie in Berlin hat Bundesbildungsministerin Anja Karliczek
(CDU) dazu aufgerufen, Zweifel an der Forschung in diesem Bereich
einzudämmen. «Wenn wir das laufen lassen, (…) dann verstehen wir
einander nicht mehr», sagte sie am Montag in Berlin. Die Forschung
sei wichtig, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Deutschland sollte «bei
«Innovationen die Nase vorne haben».

Zur Bioökonomie gehören Produkte auf der Basis nachwachsender
Rohstoffe, etwa Textilien, Kunststoffe, Baumaterialien, Farben
Medikamente oder Waschmittel. Sie stammen aber nicht notwendigerweise
aus ökologischem Anbau.

Ziel der Ministerin sind mehr Chancen für Unternehmensgründungen aus
der Forschung heraus. Eine nationale Forschungsstrategie «Bioökonomie
2030» soll dazu beitragen. Notwendig sei eine «gründungsfreundliche
Kultur in Deutschland», sagte Karliczek. Biobasierte Innovationen
müssten aus Nischen und Sparten in der industriellen Breite ankommen.
«Wenn wir das erreicht haben, dann erreichen wir auch wieder mehr
Menschen, die dann sehen, wofür das gut ist.»

Beim «Global Bioecomomy Summit 2018» wollen am 19. und 20. April in
Berlin rund 800 Experten aus 70 Ländern über die neuesten
Entwicklungen beraten. Eine der Fragen lautet: «Wie kann der Schutz
der Biodiversität und der Natur mit der wirtschaftlichen Nutzung
biologischer Ressourcen vereinbart werden?»

18. April 2018
von Emirhan
Keine Kommentare

Uni-Dozent Gabriel: «Sie haben die Chance, Außenminister zu werden»

Einen Monat nach seinem Ausscheiden aus dem Bundeskabinett hat Sigmar
Gabriel am Montag wieder einen Auftritt: als Gastdozent an der Uni
Bonn. Es gibt Protest, es gibt Applaus – und am Ende auch
Erleichterung.

Bonn (dpa) – Sigmar Gabriel hat erst ein paar Minuten gesprochen, da
entrollen Studenten auf der Empore des Hörsaals 1 zwei Plakate.
«Gegen Iran-Siggi» und «Für Israel» steht darauf. Sie werfen
Flugblätter in den Saal und rufen: «Herr Gabriel, warum liefern Sie
Waffen an die Türkei? Warum arbeiten Sie mit Putin zusammen?» Für sie
ist der Mann da vorn offenbar noch immer amtierender Außenminister.

Gabriel lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. «Ich hoffe, Sie kommen
in mein Seminar», schmunzelt er. Eine der Protestierenden entgegnet:
«Wir sind nicht zugelassen worden!» – «Dann trage ich Sie persönlich
ein und hole Sie ab!», verspricht Gabriel.

Vor rund einem Monat war er noch Vizekanzler und Außenminister. Jetzt
wird er an der Universität Bonn als «Bundesminister des Auswärtigen
a.D.» angekündigt. Dennoch steht da noch eine ganze Reihe von
Kameras. Berliner Verhältnisse in Bonn – dieses eine Mal noch. Denn
alle wollen sehen, wie er den Macht-Entzug bisher verkraftet hat.

Der holzvertäfelte Hörsaal im Kurfürstlichen Schloss ist bis auf den
letzten Platz gefüllt: So 350 Leute sind gekommen, nicht nur
Studenten, sondern auch Senioren, die an einem Montagmittag Zeit
haben. «Mich würde mal interessieren, was ein Herr Gabriel für so
einen Vortrag bekommt», sagt ein ergrauter Herr in der achten Reihe.
«Und ob er es als Nebentätigkeit anmeldet», ergänzt sein ebenfalls
schon nicht mehr ganz studentischer Sitznachbar. Die beiden haben
offenbar nicht den Bonner «General-Anzeiger» gelesen, denn dort hat
Gabriel schon vor Monaten klargestellt, dass er das ehrenamtlich
macht.

Der Rektor ist froh, ihn hier zu haben, schließlich verstehe sich die
Uni als Scharnier zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Viele
andere Politiker sind nach dem Ende ihrer aktiven Laufbahn ebenfalls
vorübergehend an die Uni gewechselt: Joachim Gauck, Peer Steinbrück,
Joschka Fischer, um nur einige zu nennen.

Das letzte Mal, als er an der Uni Bonn gewesen sei, habe er im
Hofgarten demonstriert, sagt der ehemalige SPD-Vorsitzende. Und dann,
an die Studenten gerichtet: «Sie haben die Chance, erst Außenminister
und dann Vorleser an der Uni zu werden, das ist die gerechte Strafe
für die Jugendsünden.»

Im weiteren Verlauf wird es dann sehr seriös. Gabriel ist spürbar
darum bemüht, seine Ausführungen theoretisch zu untermauern, so wie
es sich gehört an einer Uni, die von Heinrich Heine, Friedrich
Nietzsche und Karl Marx besucht worden ist. Er geht zurück bis zu
Heinrich dem Seefahrer im 15. Jahrhundert. Er spricht über Europa,
Syrien und China, er erwähnt die Krim und den Brexit. Er zitiert
Dichter und Politologen, aber auch historische Staatsmänner wie Fürst
Metternich und Lord Palmerston. Der ganz große Bogen. Für manchen zu
groß. Hier und dort leuchten Handys unter dem Tisch auf.

Wer auf Sticheleien gegen die Berliner Aktiven gehofft hat, wird
enttäuscht: Gabriel macht ganz auf Elder Statesman. Eine Stunde redet
der Dozent. Am Ende ein warmer, aber auch erleichterter Applaus. Dann
geht’s raus in die Mittagssonne.

Gabriel lehnt an der Bühne, um ihn herum eine Traube von Reportern.
Alles wie gehabt. «Ich find es spannend», ist seine Bilanz. «Ich war
ja mal Lehrer, ich hab ja mal einen anständigen Beruf gelernt
früher.» Eine Journalistin will noch wissen, ob man ihn demnächst
auch in der Mensa treffen könne? «Warum nicht?», fragt er. «Kommt
drauf an, wie das Essen da ist.»