SDS-newsline Onlinezeitung

8. November 2018
von Safiye
Keine Kommentare

Alkohol ist Gift für ungeborene Babys – mit lebenslangen Folgen

Wenn Schwangere mit Bier, Schnaps oder Wein Party machen, riskieren
sie bleibende Schäden bei ihrem Kind. Rund 800 000 Menschen sind in
Deutschland von der Folgeerkrankung FASD betroffen. Viele kommen mit
ihrem Leben kaum zurecht.

Berlin/Hannover (dpa) – «Schwanger. Natürlich ohne Alkohol» steht auf
dem Plakat mit dem kugelrunden Babybauch, den die Mutter zärtlich
umfasst. «Mein Kind will keinen Alkohol» lautet der Titel einer
anderen Aufklärungskampagne. Lange war der Irrglaube verbreitet, dass
in der Schwangerschaft ein Schluck Sekt oder ein Glas Wein ab und an
dem Ungeborenen nichts ausmacht. Dabei dringt jeder Tropfen des
Zellgifts durch die Plazenta zum Kind und kann seine Organe
beeinträchtigen, besonders das Gehirn. Nach Schätzungen kommen pro
Jahr etwa 10 000 Babys mit einer unheilbaren Fetalen
Alkoholspektrum-Störung (FASD) zur Welt. Der Tag des
alkoholgeschädigten Kindes am 9. September soll auf ihr Schicksal
aufmerksam machen.

Einige Mütter sind alkohol- oder drogenabhängig, andere wissen nicht,
dass sie schwanger sind, und machen noch monatelang am Wochenende
Party. Zwischen der dritten und zwölften Schwangerschaftswoche werden
die Organe des Babys im Mutterleib angelegt und können durch Alkohol
bleibend geschädigt werden. «Das Gehirn ist während der gesamten neun
Monate empfindlich», sagt Andrea Benjamins, die im
Sozialpädiatrischen Zentrum Hannover kleine Patienten betreut, die im
Bauch ihrer Mütter einen Vollrausch erleben mussten. Schwangere
sollten komplett auf Alkohol, Drogen und bestimmte Medikamente
verzichten, betont die Kinderärztin.

Einige Kinder mit FASD leben in Pflegefamilien oder Heimen. «Sie sind
schnell überfordert, aggressiv und vergessen viel», sagt Psychologe
Klaus ter Horst vom Eylarduswerk in der Grafschaft Bentheim. Die
Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung betreut derzeit rund 40 Mädchen
und Jungen mit der Störung, die zu verhindern gewesen wäre, wenn die
Mütter auf Alkohol während der Schwangerschaft verzichtet hätten.

Ihnen sieht man die Gehirnschädigung nicht an. Mit entsprechend wenig
Verständnis reagieren Eltern, Lehrer oder Gleichaltrige, solange FASD
noch nicht diagnostiziert ist. «Meinem Adoptivsohn habe ich viel
Unrecht angetan, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass er mit
seiner hohen Intelligenz einfachste Dinge wie Aufräumen nicht
hinbekam», sagt Gisela Michalowski. Als bei ihm im Alter von 19
Jahren FASD festgestellt wurde, entschuldigte sich die Mutter. Das
war vor 14 Jahren. Die Sozialpädagogin aus Lingen hat außer dem
Adoptivsohn vier erwachsene leibliche Kinder und fünf Pflegekinder,
davon drei mit FASD.

Die fatale Wirkung von Alkohol in der Schwangerschaft müsste schon im
Sexualunterricht in der Grundschule thematisiert werden, wünscht sich
Michalowski, die Vorsitzende des Selbsthilfevereins FASD Deutschland
ist. Zudem fordert sie Warnhinweise und Informationstexte auf
Flaschen mit Alkoholika. Zwar gibt es bei einigen Herstellern ein
kleines Piktogramm, auf dem eine trinkende Schwangere durchgestrichen
ist. Das Symbol ohne erklärenden Text sei aber nicht für jeden sofort
verständlich, kritisiert die Vereinsvorsitzende.

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, hatte
FASD 2015 zum Jahresschwerpunkt gemacht, seitdem gab es eine Vielzahl
von Kampagnen und Kongressen. Das Wissen über die Risiken durch
Alkohol während der Schwangerschaft sei gestiegen, sagt Mortler. Sie
werde sich auch in Zukunft für Prävention, Information und die
betroffenen Familien stark machen.

Einer Forsa-Studie vom November 2017 zufolge sind 89 Prozent der
Befragten der Ansicht, dass Alkohol während der Schwangerschaft
generell problematisch ist. 70 Prozent wissen, dass der Konsum
schlimmstenfalls zu lebenslangen schweren Behinderungen beim Kind
führen kann. Aber immer noch 8 Prozent glauben, dass ab und zu ein
Glas Bier, Wein oder Sekt nicht schade.

Nach Angaben der Drogenbeauftragten ist Deutschland mit einer 2016
entwickelten Leitlinie zur Diagnostik der alkoholbedingten Störung
international Vorreiter. Allerdings gebe es bei der Betreuung der
Betroffenen beim Übergang ins Erwachsenenalter noch große Defizite,
beklagt Experte ter Horst. Die jungen Erwachsenen überschätzten sich
oft. «Sie sind hochgradig gefährdet, dass sie ihr Leben nicht in den
Griff bekommen.» Viele rutschten in die Sucht und Obdachlosigkeit ab
oder landeten im Gefängnis. Nach jüngsten Studien leiden sie zudem
häufig unter psychischen Störungen.

8. November 2018
von Safiye
Keine Kommentare

Missbrauch unter Grundschülern: Verdächtige Kinder fliegen von Schule

Berlin (dpa) – Nach einem Missbrauchsfall unter Grundschulkindern aus
Berlin dürfen die mutmaßlichen Täter nicht mehr zum Unterricht
kommen. «Sie kehren nicht an ihre Schule zurück. Wir haben sofort
gehandelt. Schulpsychologie und die Sozialarbeit sind vor Ort», sagte
eine Sprecherin der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und
Wissenschaft am Samstag.

Das Opfer befinde sich in Obhut seiner Eltern, erklärte die
Senatssprecherin weiter. Ob es sich bei den Kindern um Jungen oder
Mädchen handelt und wie alt sie sind, teilten weder Polizei noch
Senatsverwaltung mit. Wo sich die Tat ereignete, wurde ebenfalls
nicht genannt. «Aus Opferschutzgründen geben wir keine Einzelheiten
heraus», so die Sprecherin.

«Bild» und «B.Z.» berichteten, ein zehn Jahre alter Junge sei während
einer Klassenfahrt in die Uckermark vergewaltigt worden. Der
Haupttäter sei ebenfalls zehn; zwei elfjährige Mitschüler hätten das
Opfer festgehalten. Anderthalb Wochen später habe ein Freund des
Opfers einen Sozialarbeiter der Schule über den Vorfall informiert.

8. November 2018
von Safiye
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Grundschule in Hessen wegen Schabenbefalls geschlossen

Espenau (dpa) – Wegen Schabenbefalls ist eine Grundschule in Hessen
seit Donnerstag geschlossen. Am Wochenende werden Schädlingsbekämpfer
das Schulgebäude in Espenau bei Kassel säubern, wie ein Sprecher des
Kreises am Freitagmorgen mitteilte. «Danach wird ein Putzteam das
Gebäude grundreinigen», sagte der Sprecher. Demnach handelt es sich
bei den Insekten um Deutsche Schaben. Für die rund 200 betroffenen
Grundschüler soll der Unterricht am kommenden Mittwoch wieder
losgehen. Der Hausmeister der Schule hatte die Schaben in mehreren
Teilen des Gebäudes entdeckt. Auch bei Kindern waren Tiere gefunden
worden. Was die Ursache für den Kakerlakenbefall ist, war noch
ungeklärt. Mehrere Medien hatten zuvor berichtet.

6. November 2018
von Safiye
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Eltern zahlen kein Unterhalt: Das können volljährige Kinder tun

Koblenz (dpa/tmn) – Wenn Eltern ihrer Unterhaltspflicht nicht
nachkommen, können volljährige Kinder sich an die Familienkasse
wenden. Dort müssen sie einen sogenannten Abzweigungsantrag
einreichen. Dadurch erlischt der elterliche Anspruch auf Kindergeld
nicht, erklärt die Rechtsanwaltskammer Koblenz. Allerdings werden die
Kindergeldzahlungen dann direkt auf das Konto des Volljährigen
überwiesen. Ein Anspruch auf Kindergeld besteht bis einschließlich 25
Jahre, wenn das Kind eine Ausbildung absolviert – wenn der Nachwuchs
etwa studiert, eine duale Ausbildung oder einen Freiwilligendienst
macht. Auch wenn die Ausbildung nicht sofort beginnt, erhalten Eltern
bei Wartezeiten von maximal vier Monaten Kindergeld.

6. November 2018
von Safiye
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Von Türkei geschlossene deutsche Schule in Izmir wieder offen

Istanbul (dpa) – Die von türkischen Behörden geschlossene
Botschaftsschule in Izmir ist wieder offen. Das sagte Schuldirektor
Dirk Philippi der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag. «Ich bin
sehr froh. Wir können jetzt pünktlich zum Beginn des neuen
Schuljahres Ende August den Betrieb wieder aufnehmen», sagte er.

Eine Delegation der Bildungsbehörden aus der westtürkischen Großstadt
Izmir und dem Schulstandort im Vorort Urla begleitet von Polizisten
hatte die Schule überraschend vor knapp drei Wochen besucht und
erklärt, ihr fehle die «rechtliche Grundlage». Sie war dann
versiegelt worden. Den Schulbetrieb hatte das zunächst nicht gestört
– es sind Sommerferien.

Der deutsche Botschafter in Ankara nahm daraufhin Verhandlungen mit
dem türkischen Bildungs- und Außenministerium auf. Dabei ging es
offenbar auch um «offene Fragen» zu den anderen deutschen Schulen im
Land. Nach Angaben aus dem Umfeld der Affäre sind weitere Treffen
geplant. Ein Thema sei die Frage, ob nicht nur deutsche, sondern auch
«Kinder mit türkischem Hintergrund» auf die Schulen gehen sollten.
Der türkische Staat will diese selber beschulen.

Die Affäre hatte neue Spannungen zwischen Deutschland und der Türkei
verursacht. Die gemeinnützige Schule ist eine Zweigstelle der
Privatschule der Deutschen Botschaft in Ankara.

6. November 2018
von Safiye
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Den Urlaub richtig gestalten: Neue Kraft für den Job sammeln

Husum (dpa/tmn) – Der Urlaub soll der Erholung dienen. Damit
Arbeitnehmer neue Kraft sammeln können und sich wieder fit für den
Job fühlen, gibt es einiges bei der Planung und der Gestaltung der
Reise zu beachten. Auszeit-Coach Christina Kropp gibt ein paar Tipps:

1. Zeit nehmen: Wer bis zur letzten Minute arbeitet und sich dann
sofort ins Auto, die Bahn oder den Flieger setzt, erhöht sein
Stresslevel. «Da beginnt man seinen Urlaub schon völlig gerädert»,
sagt Kropp. Besser sei es, genügend Zeit für das Packen und den Start
in den Urlaub einzuplanen. «Dann kann man sich mehr darauf freuen.»

2. Allein verreisen: Nicht immer ist es möglich, aber laut Kropp
absolut empfehlenswert. «Wer alleine verreist, kann den Urlaub viel
leichter nach seinen eigenen Bedürfnissen gestalten». Viel wichtiger
als die Frage, wohin will ich reisen, sei vorher die Überlegung, was
will ich erleben: Brauche ich Ruhe, will ich Aktivität, Kultur oder
Natur? Erholsam ist ein Urlaub nur, wenn er zu einem passt. «Dazu
gehört auch das Klima am Urlaubsort», sagt Kropp.

3. Auszeit gönnen: Wer mit der Familie oder Freunden wegfährt, sollte
sich ab und zu ausklinken und dann machen, worauf er Lust hat. Paaren
mit Kindern empfiehlt Kropp, wenn möglich zwischendurch eine
Betreuung für den Nachwuchs zu organisieren, damit das Paar auch
romantische Stunden miteinander verbringen kann. «Am Ende haben alle
etwas erlebt und können sich gegenseitig davon erzählen», sagt Kropp.

4. Raus aus der Komfortzone: «Neue Eindrücke und Herausforderungen
lassen uns wachsen», sagt Kropp. Das können auch scheinbar blöde
Dinge sein, wie ein verschwundener Koffer oder ein verspäteter Bus.
Denn wer solche Ereignisse meistert, fühlt sich danach in der Regel
stärker und selbstbewusster. «Es gibt nichts Schöneres als das
Gefühl, etwas geschafft zu haben.»

5. Puffer einbauen: Auch gegen Ende des Urlaubs sollte man genügend
Zeit einplanen. «Einen späten Nachtflug nehmen, kaum schlafen und
dann am nächsten Tag gleich wieder arbeiten – das schlaucht.» Dann
sei die Erholung schnell dahin. Besser: Schon ein paar Tage vor dem
Arbeitsbeginn wieder zurückfahren, um zu Hause in Ruhe anzukommen und
beispielsweise noch die Wäsche zu waschen, empfiehlt Kropp.

6. November 2018
von Safiye
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Management in der Industrie lernen: Fernstudium startet in Berlin

Berlin (dpa/tmn) – Ein neuer Fernstudiengang startet am 1. Oktober an
der Beuth Hochschule für Technik in Berlin: Der berufsbegleitende
Master «Industrial Engineering und Management» richtet sich an Fach-
und Führungskräfte in Unternehmen. Sie können bei dem
Weiterbildungsprogramm zwischen vier Schwerpunkten wählen: Führung,
Industrial Management, Technisches Management und Produktion. Ziel
ist es, Studierende in fünf Semestern auf komplexe Situationen im
Managementbereich vorzubereiten – dabei geht es um die gesamte
Bandbreite der Unternehmensprozesse in der produzierenden Industrie.
Der Studiengang ist kostenpflichtig – pro Semester wird eine Gebühr
von 2250 Euro erhoben. Insgesamt kostet das fünfsemestrige Studium
11 250 Euro. Bewerbungen sind noch bis zum 15. September möglich.

6. November 2018
von Safiye
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Alles im grünen Bereich: Gärtnerberuf bringt viel Abwechslung

Gärtner brauchen Geduld, Fingerspitzengefühl und Kreativität.
Mitunter kann ihr Beruf aber auch körperlich anstrengend sein. Die
Arbeitsbereiche sind vielfältig. Im Laufe der Ausbildung können sich
Azubis spezialisieren.

Berlin (dpa/tmn) – Säen, pflegen, düngen – es dauert, bis eine
Pflanze so weit entwickelt ist, dass sie verkauft werden kann. Somit
braucht Rachel Ulrich für ihren Beruf Geduld und Fingerspitzengefühl.
Die 22-Jährige hat vor kurzem ihre Gärtnerausbildung mit Fachrichtung
Zierpflanzen abgeschlossen. Sie lernte und arbeitet jetzt im
Schul-Umwelt-Zentrum Mitte in Berlin. Egal bei welchem Wetter – sie
ist viel im Freien. «Es ist einfach toll, im Einklang mit den
Jahreszeiten und der Natur etwas Eigenes zu schaffen», erzählt
Ulrich.

Deutschlandweit entscheiden sich jedes Jahr rund 5200 junge Leute für
eine Gärtner-Lehre. Diese können Azubis in einer von sieben
Fachrichtungen beginnen, erklärt Bertram Fleischer vom Zentralverband
Gartenbau (ZVG). Zur Wahl stehen Fachrichtungen wie Obst, Gemüse,
Stauden, Bäume oder eben Zierpflanzen, wie bei Ulrich. Möglich sind
aber auch Tätigkeiten im Garten- und Landschaftsbau sowie in
Friedhofsgärtnereien.

Ihren Berufsalltag empfindet sie als abwechslungsreich. Morgens um
sieben Uhr geht es los. Als Erstes heißt es: gießen, gießen und noch
mal gießen. Außerdem muss sie Pflanzen ein- oder umtopfen sowie
Triebe regelmäßig schneiden und stutzen, damit sie besser verästeln.
Mitunter kommen auch Pflanzenschutzmittel zum Einsatz, damit
Schädlinge nicht die Blätter und Blüten befallen.

Zusätzlich gehört es zu ihren Aufgaben, Balkonkästen oder Schalen zu
bepflanzen. Dabei ist mitunter die eigene Kreativität gefragt – denn
nicht immer haben Kunden bestimmte Wünsche und Vorstellungen. «Ein
Sinn von Ästhetik sowie handwerkliches Geschick sind für den Beruf
unabdingbar», sagt Fleischer. Ebenso muss man wissen, welche Pflanzen
zusammenpassen.

Wer sich für eine Gärtner-Ausbildung interessiert, sollte mindestens
die mittlere Reife haben und körperlich fit sein. Denn: «Manchmal ist
der Alltag ganz schön anstrengend», erzählt Ulrich. Das harte
Arbeiten, oft in gebückter Haltung, und das Tragen von schweren
Pflanzen – all das kann einem Gärtner zusetzen. Inzwischen hilft aber
auch moderne Technik bei der körperlichen Arbeit. «Deshalb lernen
Gärtner nicht nur den Umgang mit Pflanzen, sondern auch die Bedienung
von Computern und speziellen Maschinen», erklärt Fleischer.

Die dreijährige Ausbildung findet nicht nur im Betrieb statt, sondern
auch in der Berufsschule. Dort bekommen angehende Fachkräfte im
ersten Jahr ein breites Wissen über Pflanzen und die Zusammensetzung
von Böden vermittelt. Ab dem zweiten Jahr spezialisieren sie sich auf
eine Fachrichtung. Auf dem Stundenplan steht aber auch, wie man
Kunden berät oder Pflanzen erfolgreich vermarktet.

Der Gärtnerberuf sei erfüllend, «der Nachteil ist die vergleichsweise
schlechte Bezahlung», sagt Ulrich. Nach ZVG-Angaben liegt die
Ausbildungsvergütung zwischen rund 500 Euro im ersten und 925 Euro im
dritten Ausbildungsjahr – Schwankungen sind möglich je nach
Fachsparte, Art des Ausbildungsbetriebs, Tarifvertrag und Bundesland.
«Von dem Geld kann man kaum finanziell auf eigenen Beinen stehen»,
sagt Ulrich.

Der Bruttolohn für ausgelernte Fachkräfte kann nach Angaben der
Bundesagentur für Arbeit zwischen etwas mehr als 14 Euro und rund 16
Euro pro Stunde liegen. Bei einer 40-Stunden-Woche ergibt dies einen
Verdienst zwischen rund 2360 Euro und 2620 Euro im Monat. «Die Höhe
des Verdiensts wird aber von Faktoren wie Standort und Firmengröße
beeinflusst», erklärt Fleischer.

Nach der Ausbildung können Gärtner je nach Fachrichtung in
Gärtnereien für Zierpflanzen, Stauden oder im Obst- und Gemüseanbau
sowie in Baumschulen arbeiten. Dort säen und pflegen sie
Jungpflanzen, bis diese bereit für den Verkauf sind. Oder sie
arbeiten im Garten- und Landschaftsbau oder auf Friedhöfen. Die
Fachkräfte arbeiten zunehmend auch in der Umweltpädagogik: Viele
Gärtnereien bieten speziell für Schulkinder Führungen an, um ihnen
die Natur nahezubringen.

Auch in botanischen Gärten, Tierparks, Sportanlagen und bei Kommunen
finden sie Arbeit. Nach einjähriger Berufserfahrung kann sich ein
Gärtner fortbilden und nach zwei Jahren einen Meister machen. Auch
ein Studium ist möglich – mehrere Universitäten und Fachhochschulen
bieten gartenbauliche Studiengänge an. Danach kann man als
Führungskraft arbeiten oder in die Forschung wechseln.

Auch Ulrich kann sich vorstellen, ein Studium aufzunehmen. Denkbar
ist für sie auch, im Ausland zu arbeiten – zumindest für einige Zeit
in Australien, Israel oder in Großbritannien. «London hat es mir
angetan», erzählt die 22-Jährige. Dort, in Tschechien und Polen habe
sie bereits Praktika in Gärtnereien absolviert. Unabhängig vom Land
gefalle es ihr, durch die Straßen zu schlendern und Pflanzen zu
sehen, deren Namen sie kennt. «Meine Ausbildung hat ganz klar meine
Wahrnehmung erweitert», sagt sie.

6. November 2018
von Safiye
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Vorsicht bei viel Alkohol in der Hitze – Bierfestival in Berlin

Berlin (dpa) – Mediziner möchten niemandem den Spaß verderben – aber
sie mahnen zur Vorsicht bei großer Hitze und alkoholischen Getränken.
Am Freitag beginnt in Berlin zum Beispiel das internationale
Bierfestival: 350 Brauereien aus 90 Ländern präsentieren ihren
Gerstensaft. Bei über 30 Grad wird die Karl-Marx-Allee zum «längsten
Biergarten der Welt», wie es heißt.

Peter Sefrin, Notfallmediziner und Bundesarzt beim Deutschen Roten
Kreuz, sagt: «Alkohol geht bei Hitze schneller ins Blut.» Je
hochprozentiger ein Getränk sei, desto durchschlagender die Wirkung.
Alkohol komme bei Hitze auch schneller im Gehirn an, damit lasse die
Konzentrationsfähigkeit nach – und Euphorie mache sich breit. «Eine
typische Folge ist eine gestörte Selbstwahrnehmung. Das führt oft zu
Selbstüberschätzung und Überheblichkeit – Menschen machen dann Dinge,
die sie sonst nie tun würden.»

Auch Hannes Dietrich vom Serviceteam der Kaufmännische Krankenkasse
sagt: «Wir wollen den Menschen nicht die Lust auf ein erfrischendes
Bier nehmen.» Aber wer bei diesen Temperaturen viel Alkohol zu sich
nehme, riskiere Kreislaufprobleme bis hin zur Bewusstlosigkeit.