SDS-newsline Onlinezeitung

29. November 2018
von Julian
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Kopftuch-Urteil: Berlin soll Lehrer-Bewerberin Entschädigung zahlen

Berlin (dpa) – Zum wiederholten Male soll das Land Berlin einer
Muslimin eine Entschädigung zahlen, weil sie wegen ihres Kopftuchs
nicht in den Schuldienst übernommen wurde. Das Landesarbeitsgericht
sprach der Frau am Dienstag eineinhalb Monatsgehälter zu, das sind
nach Angaben eines Sprechers 5159 Euro. Sie sei aufgrund ihrer
Religion benachteiligt worden.

Gleichwohl stellte das Gericht das Berliner Neutralitätsgesetz, das
Polizisten, Justizmitarbeitern und Lehrern allgemeinbildender Schulen
das Tragen religiös geprägter Kleidungsstücke im Dienst untersagt,
nicht in Frage. Es sei verfassungskonform auslegbar. Im konkreten
Einzelfall sei allerdings keine konkrete Gefahr für den Schulfrieden
oder die staatliche Neutralität durch das Kopftuch erkennbar gewesen,
so das Gericht. Die Vorinstanz hatte die Klage der Frau noch unter
Berufung auf das Neutralitätsgesetz abgewiesen. Berlin will gegen das
Urteil Revision vor dem Bundesarbeitsgericht einlegen, wie die
Anwältin des Landes, Seyran Ates, ankündigte.

Die Klägerin hatte sich als sogenannte Quereinsteigerin für eine
Stelle in einer Sekundarschule, einem Gymnasium oder einer
Berufsschule beworben. Für die Berufsschule, für die das
Neutralitätsgesetz im Unterschied zu allgemeinbildenden Schulen nicht
gilt, wurde die Klägerin mit Verweis auf andere, besser geeignete
Bewerber abgelehnt. Für die anderen Schultypen erhielt sie kein
Angebot.

Nach Überzeugung des Gerichts ist dies als Diskriminierung aus
religiösen Gründen zu werten. Denn im Bewerbungsgespräch sei es von
Anfang an auch um ihr Kopftuch gegangen.

29. November 2018
von Elena
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Meine Handballkarriere

Hallo, ich bin Elena aus der Klasse 11HH1. Ich spiele seit 13 Jahren Handball.Angefangen hat es damit, dass mir das Tanzen, was ich damals gemacht habe, keinen Spaß mehr gemacht hat und ich was wollte, wo ich rennen muss und mich so richtig auspowern kann. Eine damalige Freundin hat mich daraufhin mit ins Handballtraining genommen. Anfangs war ich gar nicht begeistert von dem Sport. Ich konnte nicht fangen und auch nicht werfen, dass hat mich immer sehr traurig gemacht. Mit der Zeit habe ich es gelernt und es hat mir Spaß gemacht. Man trifft Freunde und man lernt was. Als ich dann immer länger gespielt habe, wurde ich immer besser. Mein tollstes Erlebnis mit dem Handball war, als ich ein Spiel in unserer Sporthalle hatte und ich von einem Mann der Talentförderung entdeckt wurde, da war ich gerade mal neun Jahre. Diese Förderung ist ein besonderes Training, beidem ganz besonders hart trainiert wird. Aus ganz Hessen wurden 50 Leute zu einem Probetraining eingeladen und da musste man sich dann richtig beweisen. In diesem Moment kam das Adrenalin in mir hoch ich wollte so unbedingt in die Mannschaft. Am Ende des Tages wurde dein Training ausgewertet.Wir mussten uns alle aufstellen und dann wurden die Ergebnisse Preis gegeben. Als mein Name gefallen ist war ich überglücklich, andererseits wusste ich was auf mich zukommt: 3mal in der Woche Talentförderung und 3mal in der Woche normales Training. Anfangs war das für meinen Körper viel zu viel. Auf einmal das anspruchsvolle Training in meinem Verein und dazu dann noch das extrem anstrengende Talentförderungstraining. Das ganze ging dann ganze 8 Jahre so bis es mir irgendwann zu anstrengend wurde und ich kaum noch Zeit für meine Freunde hatte. Ich habe mich letztendlich gegen die Talentförderung entschieden. Mir macht Handball immer noch riesigen Spaß. Handball ist zwar nicht für jeden was, da Handball härter ist als Fußball und das Verletzungsrisiko enorm groß ist. Aber daran gewöhnt man sich mit der Zeit, dass man beim Handball nicht immer aufrecht steht sondern auch mal auf dem Boden liegt. Für Leute die hart im Leben sind ist der Sport genau richtig.

Vielen Dank für´s Lesen Elena 11HH1 06.11.18

29. November 2018
von Julian
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Viele Verletzte bei Brand in Fürther Schule

Fürth (dpa) – Beim Brand in einer Schule im fränkischen Fürth sind am
Dienstag zahlreiche Menschen verletzt worden. «Es gab etliche
verletzte Schüler», sagte ein Polizeisprecher. «Viele mussten wegen
Rauchvergiftungen ins Krankenhaus gebracht werden.» Das am Morgen
ausgebrochene Feuer wurde inzwischen gelöscht. Es sei sehr viel Rauch
entstanden, daher musste das ganze Gebäude geräumt werden. Die genaue
Zahl der Verletzten und die Brandursache waren zunächst unklar. Die
Flammen brachen in einer Toilette im ersten Stockwerk des
Containergebäudes aus. In dem Ausweichquartier würden Berufs- und
Grundschüler unterrichtet.

29. November 2018
von Julian
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So viele Studenten wie noch nie an Hochschulen eingeschrieben

Wiesbaden (dpa) – Im Wintersemester 2018/2019 sind so viele
Studierende an deutschen Hochschulen eingeschrieben wie noch nie
zuvor. Das teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden
mit und bezieht sich auf erste vorläufige Ergebnisse. Demnach waren
2 867 500 Studenten im laufenden Semester immatrikuliert – das sind
0,8 Prozent oder 22 600 Studenten mehr als im Wintersemester davor.

Die Zahl der Studienanfänger sank hingegen gegenüber dem Vorjahr um
0,9 Prozent. Die Zahl bezieht sich auf Anfänger, die im
Sommersemester 2018 oder im Wintersemester 2018/19 erstmals ein
Studium an einer deutschen Hochschule begonnen haben. Das waren laut
Statistischem Bundesamt 508 800 weniger als im Studienjahr 2017.

Gegenwärtig sind etwas weniger als zwei Drittel der Studierenden an
Universitäten einschließlich Pädagogischen und Theologischen
Hochschulen eingeschrieben. Fachhochschulen ohne
Verwaltungsfachhochschulen zählen gut ein Drittel der Studenten. An
Verwaltungsfachhochschulen lernen 1,7 Prozent, an Kunsthochschulen
1,3 Prozent der Studierenden.

Bei den Erstsemestern schrieben sich an den Universitäten 1,6 Prozent
weniger im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein. Bei den
Kunsthochschulen lag der Rückgang bei 2,5 Prozent und an den
Fachhochschulen bei 0,2 Prozent. Demgegenüber gab es an den
Verwaltungsfachhochschulen einen Zuwachs von 8,3 Prozent.

29. November 2018
von Ekrem
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Illegale Straßenrennen

Illegale Straßenrennen sind in ganz Deutschland ein großes Thema. Allein nur in Hessen gab es im Jahr 2017 ganze 230 Anzeigen für die Teilnahme an illegalen Rennen und im Jahr 2016 mehrere Tote. Die Strafen für illegale Straßenrennen und die Beurteilung, wann die jeweilige Situationen als Straßenrennen gelten, werden in Deutschland sehr streng gehandhabt. Zum Beispiel gilt die Situation, wenn man an der Ampel steht und bei grün so schnell es geht auf die erlaubte Geschwindigkeit beschleunigt als illegales Straßenrennen gegen die Zeit. Die Konsequenzen für ein Straßenrennen sind sehr unterschiedlich, je nach Situation ob jemand verletzt oder getötet wurde, wird eine Freiheitsstrafe von 1 bis10 Jahren verkündet. Viele Menschen finden es zu harmlos und für manche ist es viel zu übertrieben.

 

https://www.br.de/nachricht/illegale-autorennen-wer-stoppt-die-raser-100.html

 

 

erstellt von: Ekrem

27. November 2018
von Julian
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Studie: Rekord bei Fachkräfte-Lücke in technischen Berufen

Berlin (dpa) – Die Fachkräfte-Lücke in der deutschen Wirtschaft bei
naturwissenschaftlich-technischen Berufen nimmt laut einer Studie
weiter zu. Den Unternehmen fehlten im Oktober 337 900 Arbeitskräfte
in den Feldern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und
Technik (Mint). Das sei ein Rekord, ging aus einer am Montag
vorgelegten Analyse des arbeitgebernahen Instituts der deutschen
Wirtschaft Köln (IW) hervor. Die Zahl der offenen Stellen im
Mint-Bereich sei im Vergleich zum Vorjahresmonat um fast sechs
Prozent gestiegen.

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA)
forderte eine zügige Umsetzung des Digitalpaktes Schule: «Wir können
die Chancen der Digitalisierung nur nutzen, wenn auch unser
Bildungssystem die jungen Menschen auf eine Arbeitswelt 4.0
vorbereitet.» IW-Experte Axel Plünnecke machte deutlich, selbst große
Erfolge bei der Mint-Beschäftigung von Älteren und Zuwanderern
reichten nicht aus, um die Zunahme der Fachkräftelücke zu verhindern.
«Und für die Zukunft bedeuten Digitalisierung, Forschung und
Demografie neue Herausforderungen für die Fachkräftesicherung.»

27. November 2018
von Julian
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Wenn der Teufel im Detail steckt: Produktprüfer Textil finden Fehler

Ob Teppichböden, Nylonstrümpfe oder Webwaren: Produktprüfer Textil
untersuchen Waren beim Hersteller auf mögliche Mängel und beheben
sie. Dafür benötigen sie ein gutes Auge und eine schnelle
Auffassungsgabe.

Düren/Berlin (dpa/tmn) – Ein kleines Knötchen ragt aus dem
ebenmäßigen, dunklen Gewebe. Mit dem bloßen Auge zunächst kaum zu
erkennen. Sascha Heinricht muss genau hinsehen, um es zu entdecken.
Dann kann er die betroffene Stelle kennzeichnen und zu Nadel, Faden
oder Pinzette greifen. Mit Bedacht bessert er die Unebenheiten aus.
Der 20-Jährige absolviert eine Ausbildung als Produktprüfer Textil
bei der Anker Gebr. Schoeller GmbH + Co. KG., einem
Teppichbodenhersteller-Betrieb im rheinischen Düren, zwischen Aachen
und Köln. Tagtäglich steht er an Tischen und kontrolliert bei
künstlichem Licht, ob die in der Produktionshalle gefertigten
Teppichboden-Rollen Mängel haben.

Produktprüfer Textil arbeiten nicht nur bei Teppichbodenherstellern,
sondern auch in Unternehmen, die Bekleidung oder technische Textilien
herstellen. «Auch in Webereien, Stickereien und Wirkereien gibt es
Produktprüfer», sagt Maria Rost, Bildungsexpertin beim Gesamtverband
der deutschen Textil- und Modeindustrie (textil+mode) mit Sitz in
Berlin. Wirkereien stellen zum Beispiel feine Strümpfe oder
Fleece-Textilien her.

Produktprüfer Textil sollten eine gute Beobachtungsgabe mitbringen.
Genauso wichtig ist es, dass sie konzentriert arbeiten können und ein
hohes Verantwortungsbewusstsein haben. Denn Waren mit Mängeln will
niemand haben – entdeckt ein Kunde sie nach dem Kauf, dann fällt dies
womöglich negativ auf den Hersteller zurück.

Wer sich für den Beruf interessiert, sollte außerdem handwerkliches
Geschick mitbringen. «Von Vorteil sind eine Ader für filigrane Arbeit
und eine rasche Auffassungsgabe», so Rost. Rechtlich ist keine
bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. «Die Unternehmen erwarten
einen ordentlichen Schulabschluss und motivierte Bewerber mit
Interesse am Umgang mit textilem Material».

Die zweijährige Ausbildung erfolgt im Betrieb und in der
Berufsschule. Im Jahr 2017 waren nach Verbandsangaben deutschlandweit
17 junge Frauen und Männer in der Ausbildung zum Produktprüfer.
Nachwuchs wird gesucht, aber insgesamt gibt es vergleichsweise wenige
Betriebe, die Produktprüfer Textil beschäftigen.

Genau darin sieht Heinricht einen Nachteil seines Berufs. «Es gibt
nur wenige Möglichkeiten, wenn man seinen Arbeitgeber wechseln will»,
sagt er. Schwerer wiegen für ihn die Vorteile: So sind die
Materialien, die er auf Qualität prüft, sehr unterschiedlich. Je nach
Fehler entfernt er Verunreinigungen, gleicht Farbunterschiede aus und
stopft kleine Löcher im Gewebe. Abstehende Fäden zupft er mit einer
Pinzette aus. Bei Makeln im Muster greift Heinricht zu Nadel und
Faden und korrigiert sie. Entspricht die Dichte des Materials der
Vorlage? Das können Produktprüfer Textil mit einem Fadenzähler
kontrollieren.

Welche verschiedenen Textilien sowie Faser- und Fadenstoffe es gibt,
lernen Auszubildende in der Berufsschule. Dort erfahren sie auch, wie
man die Qualität der Materialien professionell beurteilt. Fächer wie
textiles Gestalten ergänzen den Stundenplan. Im Betrieb bekommen die
Auszubildenden vermittelt, wie sie Produkte anhand von Mustervorlagen
bewerten und wie sie Ursachen von Mängeln auf die Spur kommen. Trotz
aller Sorgfalt sind Fehler nicht ausgeschlossen: Reklamiert eine
Kunde ein Produkt, nehmen die Produktprüfer Textil die beanstandete
Ware unter die Lupe und klassifizieren die Mängel.

Die Fachleute halten ihre Arbeit in Prüfprotokollen fest – und werten
diese regelmäßig aus: Häufen sich die Fehler, muss das entsprechende
Produkt gegebenenfalls neu angefertigt werden. Womöglich ist eine
falsch eingestellte Maschine die Ursache – das wird dann korrigiert.

Wer sich für den Beruf entscheidet, muss sich nach der Ausbildung auf
Schichtdienst einstellen. «Gelegentlich kann auch, je nach
Auftragslage, Wochenendarbeit anfallen», sagt Heinricht. Und: Trotz
Maschinenlärm darf es kein Problem sein, konzentriert zu arbeiten und
Fehler im Material aufzuspüren.

Die Ausbildungsvergütung ist unterschiedlich. Bei tarifgebundenen
Betrieben beträgt sie laut Bundesagentur für Arbeit zwischen 765 und
925 Euro im ersten sowie zwischen 815 und 982 Euro im zweiten
Ausbildungsjahr. Nicht-tarifgebundene Unternehmen zahlen unter
Umständen weniger. Nach der Ausbildung liegt laut Bundesagentur für
Arbeit die Bruttogrundvergütung zwischen rund 2000 und 3000 Euro. Wer
weiterkommen will, kann zum Team- oder Gruppenleiter aufsteigen oder
Warenschauleiter werden. Interessierte können auch einen
berufsbegleitenden Lehrgang zum Industriemeister Textilwirtschaft
absolvieren oder staatlich geprüfter Textiltechniker werden.

Wo Heinricht beruflich eines Tages hin will, weiß er noch nicht.
«Erst einmal möchte ich meine Ausbildung beenden», sagt er. Danach
muss er nicht unbedingt bei einem Bekleidungshersteller oder in einem
Betrieb der Textilindustrie arbeiten. Es gibt noch eine andere
Option: Auch der Textileinzelhandel benötigt qualifizierte Fachkräfte
für seine Wareneingangskontrollen im Bereich der Qualitätssicherung.

27. November 2018
von Julian
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Nicht nur für Meister: Wer bekommt eigentlich Aufstiegs-Bafög?

Lehrgänge, Prüfungen, Materialien und der Lebensunterhalt – wer sich
beruflich weiterbildet, muss oft eine Menge Kosten stemmen. Da kann
das Aufstiegs-Bafög weiterhelfen. Die Förderung gibt es nicht nur für
Meister, verschiedene Voraussetzungen müssen jedoch erfüllt sein.

Münster/Bonn (dpa/tmn) – Auch nach einer abgeschlossenen
Berufsausbildung investieren viele in die eigene Weiterbildung. Ein
Maurer zum Beispiel, der seinen Meister macht, um später einmal
seinen eigenen Betrieb zu führen. Oder eine Stationsleiterin, die mit
Fortbildungen in ihrem anspruchsvollen Beruf am Ball bleiben will.

Doch solche Fort- und Weiterbildungen wollen finanziert sein. Was
unter Studenten wohlbekannt ist, gibt es auch für berufliche
Fortbildungen: Das sogenannte Aufstiegs-Bafög. Egal ob Meister,
Erzieher, Techniker, Fach- oder Betriebswirt – das
Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFGB) unterstützt die
Vorbereitung auf mehr als 700 Fortbildungsabschlüsse. Vielen ist es
noch als «Meister-Bafög» bekannt. Vor ein paar Jahren hat sich der
Name allerdings in Aufstiegs-Bafög geändert. «Dadurch fühlen sich
mehr Menschen angesprochen», erklärt Brigitte Seyfried vom
Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB).

Wer hat Anspruch auf die Förderung? Nach Angaben des
Bundesbildungsministeriums ist das jeder, der zur Fortbildungsprüfung
oder zur Fachschule zugelassen wird. Eine Altersgrenze gibt es nicht.
Häufig wird aber eine abgeschlossene Erstausbildung erwartet. Der
angestrebte berufliche Abschluss muss außerdem ein bestimmtes Niveau
haben. Konkret muss er über dem von Facharbeitern, Gesellen, Gehilfen
und über dem Abschluss an einer Berufsfachschule liegen.

Seit 2016 können auch Bachelorabsolventen eine Förderung erhalten,
etwa wenn sie nicht einen Master, sondern einen Meister an ihren
ersten Abschluss anschließen möchten. Allerdings muss die Fortbildung
selbst finanziert werden, um gefördert werden zu können.

Wer sich für eine Förderung interessiert, sollte auch beachten:
Generell muss die Fortbildungsmaßnahme mindestens 400
Unterrichtsstunden umfassen, um gefördert zu werden, erklärt Birgit
Szybalski von der Handwerkskammer Münster. «Vollzeitlehrgänge müssen
pro Woche mindestens 25 Unterrichtsstunden an vier Werktagen
stattfinden und dürfen nicht länger als drei Jahre dauern.»
Fachkräfte können die Berufsfortbildungen oft auch in Teilzeit
machen. Das wird gefördert, wenn monatlich im Durchschnitt mindestens
18 Unterrichtsstunden besucht werden. Die Weiterbildung darf dann
nicht länger als vier Jahre dauern.

Da man während einer Fortbildung in Vollzeit kein Geld verdiene, sei
die Beantragung des Aufstiegs-Bafög auf jeden Fall sinnvoll, meint
Birgit Szybalski. «Die Meistervorbereitung und -prüfung kann, je nach
Gewerk, mehr als 10 000 Euro kosten.» Die wenigsten bekämen die
Fortbildung ohne Bafög gestemmt.

Und was genau wird gefördert? Die Kosten für Lehrgänge und Prüfungen
erhalten Geförderte zum Beispiel in Höhe der tatsächlich anfallenden
Gebühren – und zwar unabhängig von ihrem Einkommen und ihrem
Vermögen. Die Grenze hierfür liegt bei 15 000 Euro. 40 Prozent der
Förderung sind ein Zuschuss vom Land und müssen nicht zurückgezahlt
werden. Bei den restlichen 60 Prozent handelt es sich um ein
günstiges Darlehen vom Bund.

Ebenso bekommen Geförderte eine Unterstützung für Materialkosten. Für
das Meisterstück kann die Förderung zum Beispiel bis zur Hälfte der
notwendigen Kosten betragen, in einer Höhe von bis zu 2000 Euro.

Wer seine Fortbildung in Vollzeit macht, kann außerdem einen Beitrag
zum Lebensunterhalt erhalten. Die Höhe der Förderung hängt vom
Einkommen und Vermögen sowie vom Einkommen eines möglichen
Ehepartners ab. «Pro Monat können Alleinstehende bis zu 768 Euro
erhalten», erklärt Birgit Szybalski. Für Kinder und Ehepartner gibt
es Aufschläge. So erhöht sich pro Kind der monatliche Betrag um 235
Euro.

«Im vergangen Jahr betrug die monatliche Förderung in Deutschland im
Schnitt 1300 Euro», erklärt Brigitte Seyfried vom BIBB. Insgesamt
erhielten 2017 laut Bundesamt für Statistik 164 537 Personen
Aufstiegs-Bafög.

Und wo können Interessierte einen Antrag stellen? Das ist nicht in
allen Bundesländern einheitlich geregelt. Meistens sind es die
kommunalen Ämter für Ausbildungsförderung bei den Kreisen und
kreisfreien Städten. In einzelnen Bundesländern gibt es jedoch
Ausnahmen.

Szybalski rät Interessierten, sich frühzeitig beraten zu lassen. Auch
Unterstützung bei der Antragstellung sei durchaus sinnvoll. «Ohne
Hilfe wird das Formular für viele schnell undurchschaubar.»

Wer einen Antrag stellt, hat gute Chancen, gefördert zu werden. «Die
Förderung für die Lehrgangskosten bekommt fast jeder, der eine
abgeschlossene Berufsausbildung vorweisen kann», sagt Birgit
Szybalski. Auch die Förderung der Unterhaltungskosten sei oft drin,
da diese nur vom eigenen Einkommen und Vermögen – und nicht wie beim
Studierenden-Bafög von dem der Eltern – abhängig ist.

Wer die Fortbildung aber abbricht oder zu oft fehlt, muss alles
wieder zurückzahlen. Daher ist Szybalski Rat: «Über diese Bedingungen
muss man sich vorher informieren. Eine Fortbildung muss gut
durchgeplant sein.»

27. November 2018
von Julian
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Raus aus dem stillen Kämmerlein: Ein Leitfaden für Gründer Von Anke Dankers, dpa

Freiheit, Selbstbestimmung oder das große Geld: 2017 sagten laut
Institut für Mittelstandsforschung deutschlandweit 381 000 Menschen
«Ja» zur Selbstständigkeit. Doch wie gründet man eigentlich ein
Unternehmen, und worauf muss man dabei achten?

Berlin/Lüneburg (dpa/tmn) – Das kleine Café in einer schnuckeligen
Seitengasse, das eigene Produkt im Supermarktregal oder der
Terminkalender, der vor Kundenanfragen überquillt – es sind Ziele und
Träume wie diese, die Menschen dazu bewegen, ein Unternehmen zu
gründen. Doch Erfolg will geplant, Stolpersteine und Fallstricke
wollen mitgedacht sein. Diese Tipps helfen dabei:

1. Die Idee

Mit ihr beginnt meist das Abenteuer Unternehmensgründung – die
Geschäftsidee ist das Herzstück eines Unternehmens. Die einen wollen
ein innovatives Produkt auf den Markt bringen, andere möchten ihr
Arbeitsleben mit einem erlernten Handwerk selbst gestalten oder mit
einer Unternehmensnachfolge neuen Schwung in den Familienbetrieb
bringen. All diese Ideen sollten auch kommuniziert werden. «Die
Erfahrung zeigt, dass man die besten Ideen haben kann. Wenn man damit
nur in seinem Kämmerlein bleibt, wird man aber oft betriebsblind»,
sagt Lars Mölbitz, Gründungsberater bei der Industrie- und
Handelskammer (IHK) Berlin.

Christine Benecke vom Gründungsnetzwerk Region Lüneburg, einer
Initiative des Wirtschaftsforums Lüneburg, berichtet: «Viele fragen
ihren Freundes- und Bekanntenkreis, und die finden die Geschäftsidee
toll. Aber sie sind nicht die Zielgruppe. Manchmal bin ich die Erste,
die als Fremde auf die Idee schaut und fragt: «Sind Sie sich
sicher»?»

Abhängig davon, wie neu eine Geschäftsidee ist, müssen Gründer
gegebenenfalls darauf achten, wem und wann sie ihre Pläne offenlegen,
gibt die Expertin zu bedenken: «Vielleicht brauchen Sie vorab die
Anmeldung eines Marken- oder eines Patentschutzes.»

2. Beratung und Information

Eine Gründung ist immer individuell. Umso wichtiger ist es, sich gut
auf die neue Aufgabe vorzubereiten. Helfen können dabei
Beratungsstellen oder Gründungsnetzwerke. Genehmigungen, Zulassungen
und Co. – angehende Gründer sollten bereits jetzt klären, was für
ihre Selbstständigkeit wichtig ist. «Ich glaube, es ist gut und
hilfreich, sich einen Lotsen zu suchen, der einem durch die
unbekannten Gewässer hilft», sagt Carsten Wille vom Gründungs-Service
der Leuphana Universität Lüneburg. Beratungsresistenz und fehlende
Kommunikation seien die häufigste Ursache des Scheiterns für
Unternehmensgründungen, vermutet er.

Lars Mölbitz von der IHK Berlin empfiehlt, etwa bei Messen oder
während eines Praktikums Branchenkenntnisse zu sammeln. Auch
kaufmännisches Wissen sei unerlässlich. Zur Weiterbildung eignen sich
Seminare und Workshops.

3. Der Businessplan

Er bereitet vielen Gründern Bauchschmerzen und gehört doch dazu: der
Businessplan. Er ist Grundlage für jede finanzielle Unterstützung,
die Gründer beantragen wollen. «Aber er ist auch wichtig, um sich das
erste Mal ganz intensiv mit der Geschäftsidee zu beschäftigen», sagt
Mölbitz. Im Businessplan werden alle Überlegungen zum eigenen
Unternehmen konkret auf Papier gebracht.

Was sind meine Ziele? Wie viel muss ich erwirtschaften, um von meinem
Unternehmen leben zu können? Wer ist meine Konkurrenz? Diese und
viele weitere Fragen gilt es jetzt so genau wie möglich zu
beantworten. «Es ist wichtig zu schauen, wo Probleme auftauchen
könnten und wo ich vielleicht noch Nachholbedarf habe», so Mölbitz.

4. Finanzierung

Arbeitsmaterial, Büroräume, Personal oder Marketing: Eine
Unternehmensgründung kostet fast immer Geld. Gründer können auf
verschiedene Finanzierungsmodelle zurückgreifen, wenn sie die Kosten
nicht aus eigener Tasche stemmen können oder wollen. Wer
beispielsweise aus der Arbeitslosigkeit heraus gründet und Anspruch
auf Arbeitslosengeld hat, kann sich auf einen Gründungszuschuss der
Agentur für Arbeit bewerben. Banken, Sparkassen und andere
Kreditinstitute bieten Kredite an. Aber auch von Bund und Ländern
gibt es unterschiedliche Förderprogramme oder Darlehen.

Eine weitere Möglichkeit: Crowdfunding. «Man bittet die
Onlinecommunity um Unterstützung des Gründungsvorhabens. Dafür
bekommen die Unterstützer meist vorab eine Kleinigkeit, etwa eine
Produktprobe. Das kann auch ein gutes Marketing-Tool sein», erklärt
Benecke. Vor allem für hochinnovative Geschäftsmodelle interessant:
einen sogenannten Business Angel als Privatinvestor von der eigenen
Idee begeistern und ihn als Gesellschafter ins Gründerteam aufnehmen.

5. Gründen

Endlich ist es so weit: Das Unternehmen steht in den Startlöchern.
Spätestens jetzt sollten sich angehende Unternehmer um alle Formalien
kümmern, die in Deutschland auf dem Weg in die Selbstständigkeit
einzuhalten sind. Abhängig vom Unternehmen müssen gegebenenfalls
Zulassungen und Genehmigungen, etwa von der Handwerkskammer oder
Berufsverbänden, eingeholt werden. «Und man muss immer daran denken,
das Gewerbe auch anzumelden, das wird gerade bei
Kapitalgesellschaften gerne mal vergessen», sagt Lars Mölbitz. Dann
drohen Bußgelder und Nachzahlungen, die so manchen Neuunternehmer in
finanzielle Schwierigkeiten bringen können.

27. November 2018
von Julian
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Europas jüngstes Frühchen ist gesund – Nun in der Schule

Fulda (dpa) – Europas jüngstes Frühchen hat sich gut entwickelt und
die ersten Monate als Schulkind gemeistert. Die im November acht
Jahre alt gewordene Frieda aus Hessen wurde im Jahr 2010 nach einer
Schwangerschaft von nur 21 Wochen und 5 Tagen im Klinikum Fulda
entbunden. Eine normale Schwangerschaft dauert 40 Wochen. Trotz der
extremen Frühgeburt – sie war 26 Zentimeter groß und wog 460 Gramm –
sei das Mädchen gesund und habe sich besser entwickelt, als zu
erwarten war, sagte der Direktor der Fuldaer Klinik für Kinder- und
Jugendmedizin, Reinald Repp: «Es grenzt nach wie vor an ein Wunder,
dass sie so gesund und munter ist.»

Auffällig an Frieda ist ihre zierliche Gestalt. Sie wiegt 17
Kilogramm und misst 115 Zentimeter. Damit liegt sie unter den
Durchschnittswerten von Gleichaltrigen. Sie habe etwas Probleme mit
dem Essen und Mühe in der Schule, aufmerksam und still sitzen zu
bleiben, sagte ihre Mutter der Deutschen Presse-Agentur. Doch
insgesamt gehe es Frieda gut. «Sie ist ein aufgewecktes und
fröhliches Kind, das uns viel Freude macht.»

Dass extrem unreif geborene Frühchen sich so gut entwickeln, ist
ungewöhnlich. Nicht selten erleiden sie dauerhafte Schäden. So können
Lunge, Darm, Gehirn und Netzhaut erkranken.