SDS-newsline Onlinezeitung

16. Mai 2017
von schueler
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Ohne Fürsprecher verloren – Probleme bei der Pflege Schwerbehinderter

Ein Gesunder und ein Schwerbehinderter freunden sich an. Der eine
nimmt den anderen zu sich. Das ist jetzt 20 Jahre her – und mit
ständigen Kämpfen verbunden. Ein Besuch.

Karlsruhe (dpa) – Christian Kenk fährt vor, in der Sonne die Rampe
hinunter, Bernd Mann übernimmt am Joystick das Lenken. Kenk kniet wie
immer auf seinem Rollstuhl, das klappt nämlich besser als Sitzen und
Mann läuft nebenher. Kenk ist fast sein ganzes Leben lang
schwerbehindert – und Mann kümmert sich mehr als sein halbes Leben
schon um ihn. Sie sind kein Paar. Sie sind Freunde, manchmal wie
Brüder. Sie wohnen seit 20 Jahren zusammen. Und sie sind erschöpft.
Der eine von seiner Behinderung – und der andere von der Pflege. Die
Konstellation ist ungewöhnlich, doch ihre Nöte sind beispielhaft für
die Situation in der Pflege Schwerbehinderter. Weiterlesen →

16. Mai 2017
von schueler
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«Wie schön, dass du geboren bist» – Rolf Zuckowski wird 70

Von der Schallplatte über Kassette und CD bis hin zum Stream – viele
sind mit seinen Songs groß geworden: Rolf Zuckowskis Lieder sind seit
Jahrzehnten Hits in Kinderzimmern und Kitas.

Hamburg (dpa) – Rolf Zuckowski steht mit dem Auto im Stau, man möge
in der Bäckerei gegenüber seinem Büro auf ihn und das Interview zum
Geburtstag warten. Eine kleine Bitte, die gleich an drei seiner
großen Hits denken lässt – an «In der Weihnachtsbäckerei» und an das
Geburtstagslied «Wie schön, dass du geboren bist» sowieso, und auf
seinem Klassiker «Rolfs Schulweg-Hitparade» hat er doch empfohlen:
«Heute bleibt das Auto stehen». Trotz der Geduldsprobe im Hamburger
Straßenverkehr wirkt er wenig später entspannt. Freundlich lächelnd,
wie man ihn seit Jahrzehnten von der Bühne kennt. 70 Jahre alt wird
der Liedermacher am Freitag (12. Mai), seit 40 Jahren macht er Musik
für Kinder. Weiterlesen →

16. Mai 2017
von schueler
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Falsche Jahreszahl – Panne bei Deutsch-Abitur in Heidelberg

Heidelberg (dpa) – Eine falsche Jahreszahl in der
Deutsch-Abiturprüfung hat auch an einer Schule in Heidelberg einigen
Ärger ausgelöst. Bei der schriftlichen Prüfung Ende April war bei der
Kurzgeschichte «Auf der Felsenkuppe» von Christoph Meckel das
Veröffentlichungsdatum mit 1949 angegeben, statt korrekterweise mit
1960. Der gleiche Fehler war bereits in Östringen im Kreis Karlsruhe
bemerkt worden. Die Schulen wurden angewiesen, am Prüfungstag die
richtige Zahl bekannt zu machen – was versäumt wurde.

Das Angebot der Prüfungswiederholung habe nur eine geringe Zahl von
Schülern angenommen, sagte KFG-Leiter Michael Alperowitz am Mittwoch.
«Wir bedauern den Fehler», sagte der Direktor. Zuvor hatte die
«Rhein-Neckar-Zeitung» darüber berichtet.

Auch an anderen Schulen im Südwesten war es in den vergangenen Wochen
zu Abi-Pannen gekommen. So hatten Abiturienten aus Sandhausen bei
ihrer Englisch-Prüfung die falschen Aufgaben bekommen. An einem
Stuttgarter Gymnasium hatten Unbekannte im April einen Tresor mit
Abi-Aufgaben aufgebrochen, so dass die Abiturienten Alternativen
bekommen sollten.

16. Mai 2017
von schueler
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Jobchancen sind mit Masterabschluss nicht pauschal besser

Dortmund (dpa/tmn) – Ein Master verbessert nicht pauschal die
Einstiegschancen nach dem Studium – häufig komme es genauso auf die
Berufserfahrung an, berichtet die Zeitschrift «Unicum» (Ausgabe
3/2017). Das gilt vor allem für Geisteswissenschaftler. Mit Praktika
und Werkstudenten-Tätigkeiten lasse sich beim Einstieg in den Job oft
besonders punkten.

Es mache auch einen Unterschied, ob man mit einem Bachelor von der
Fachhochschule oder von der Uni in den Job einsteige, erklärt
Annedore Bröker vom Team Akademische Berufe der Agentur für Arbeit
Hamburg in der Zeitschrift. Es sei meist leichter mit einem Bachelor
von der FH als von der Uni. Aber auch hier gebe es Ausnahmen.

Schließlich komme es auf das Fach an. Der Master sei zum Beispiel ein
absolutes Muss in Chemie, Biologie, Physik, Mathe und Informatik, so
die Expertin.

16. Mai 2017
von schueler
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Web-Wirbel um München-Bashing – «Grant. Oder: Keine Stadt, nirgends»

München (dpa) – Im Internet machte vergangene Woche ein Text von
«SZ»-Redakteur Max Scharnigg die Runde, der als Münchner wütend über
seine angeblich öde Stadt klagte. München sei zu teuer, spießig und
leblos (Zitate: «Theaterkulisse auf den Schultern von sechs
DAX-Konzernen» mit dunklen «Reinkackparks», große
Wohnblock-und-Bürobauten-Viertel, «in denen bist du so dankbar, wenn
wenigstens mal ein Aufback-Bäcker neu eröffnet»). Die frustrierte
Polemik, die nicht für die Zeitung gedacht war, erschien dann doch
auch bei «Süddeutsche.de» und bekam viele Reaktionen. Das in Berlin
geschriebene Feuilleton der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung»
kommentierte: «Wer seiner Stadt so bös‘ sein kann, muss sie schon
sehr lieben.» Und «SZ»-Kollege Marc Baumann rieb sich in erster Linie
an Scharniggs Verklärung («Trugschluss») in Bezug auf andere Städte
wie Stockholm, Paris, Rom, Wien, Mailand, Budapest, Triest, London,
Lissabon und Berlin, die der Grantler aus verschiedenen Gründen
gelobt hatte: «Ist nicht das Einzige, was noch öder ist als München,
das ewige Beschweren über München?»

(Blog-Text bei SZ.de http://dpaq.de/JbKl5 ; Erwiderung:
http://dpaq.de/QCUeS ; Anlass auch: erste Ausgabe ZEITmagazin München
http://dpaq.de/POtaX)

16. Mai 2017
von schueler
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Ist der Einhorn-Hype vorbei?

Berlin (dpa) – Manchen nervt es schon länger: Sobald auf ein Produkt
ein Einhorn gepappt wird oder es die Form des Fabelwesens bekommt,
scheint es zum Hype zu werden – von Schokolade über Eis, Duschgel,
Klopapier, Kostüme und Drinks bis hin zu Einhorn-Gummibooten zum
Baden. Nachdem ein Smoothiehersteller vergangenen Sommer ein
pinkfarbenes Getränk als «Einhornkotze» beschrieben hatte, vermarktet
jetzt ein ostdeutscher Fleischbetrieb sein Brät als
Einhorn-Bratwurst. Das «Spiegel»-Portal «Bento» schrieb jetzt
angesichts dieser rosafarbenen Wurst: «Deal with it: Der Einhorn-Hype
ist zu Ende». Das Portal hatte aber auch gleich einen neuen Trend
parat: «Das Einhorn ist tot! Lang lebe das Lama!»

(Bento: http://dpaq.de/zY4nz ; Einhorn-Bratwurst:
http://dpaq.de/CGQ28 ; Smoothie: http://dpaq.de/SuoGd)

16. Mai 2017
von schueler
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Abstrakte Kunst auf Badezimmerkacheln

Berlin (dpa) – Die Berliner Künstlerin Chris Dietzel (36) benutzt
Badezimmerkacheln als Leinwand. «Diese Fliese steht in meinen Augen
für unsere Zeit», sagt Dietzel. «Dieses Glänzende. Alles muss glatt
sein. Und so ganz rein und weiß. Zugleich ist die Fliese aber auch so
billig.» Die in Bad Salzungen bei Erfurt geborene Künstlerin
verfremdet 15 mal 15 Zentimeter große weiße Quadrate aus dem Baumarkt
– mit Farbe, mit Silikon oder auch einmal mit einer Strumpfhose. «Ich
finde es ein spannendes Material: Wann tritt die Fliese in den
Hintergrund, wann nicht?» Die 36-Jährige baut damit zum Beispiel die
berühmten Klötze aus dem Videospiel-Klassiker «Tetris» nach. Oder sie
malt Wörter, die sie reizen, auf die Kacheln. So erfährt das Wort
«Tiger» Doppelbedeutungen in der Kachelkunst, steckt es doch auch in
den Worten «demütiger» und «ungültiger». Dietzel erklärt: «Manchmal
stolpere ich über Sätze.» Etwa: «Ich kriege nicht mehr.» Hier geht es
nicht nur um Geld. «Kriegen» steht in diesem Wortspiel für den Krieg.

(Arbeiten von Chris Dietzel: http://dpaq.de/aloMj )

16. Mai 2017
von schueler
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Künstlerin begräbt Geheimnisse von Menschen auf New Yorker Friedhof

New York (dpa) – Wer schon immer mal ein Geheimnis todsicher
verwahren wollte, dem bietet die französische Künstlerin Sophie Calle
(63) jetzt auf einem New Yorker Friedhof die Möglichkeit dafür. In
den Schlitz eines weißen Marmor-Obelisks, der zwischen anderen
Grabsteinen auf einem Hügel mit Panorama-Blick über Manhattan steht,
können Besucher ihre auf Zettel geschriebenen Geheimnisse einwerfen.
«Hier liegen die Geheimnisse der Besucher des Green-Wood-Friedhofs»,
steht auf dem Obelisk geschrieben – und das ist auch der Titel der
auf 25 Jahre angelegten Installation. Künstlerin Calle, die zum
Auftakt der Aktion die Geheimnis-Zettel persönlich entgegennahm und
einwarf, will in den kommenden 25 Jahren immer dann vorbeikommen,
wenn das Grab unter dem Obelisk voll ist. Dann werde sie die Zettel
herausholen und zeremoniell verbrennen. Organisiert wurde die
Installation von einem privaten Verband für Kunst im öffentlichen
Raum. Der Mitte des 19. Jahrhunderts eröffnete Green-Wood-Friedhof
im New Yorker Stadtteil Brooklyn gilt als einer der schönsten der
Stadt. Unter anderem sind der Komponist Leonard Bernstein und der
Maler Jean-Michel Basquiat dort beerdigt.

(Informationen zur Installation: http://dpaq.de/V8Zlq )

16. Mai 2017
von schueler
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Lehrerin nach Rede bei rechter Demo vom Dienst suspendiert

Schwerin/Vellahn (dpa) – Wegen ihrer Mitwirkung an rechtsextremen
Demonstrationen hat das Bildungsministerium in Mecklenburg-Vorpommern
eine Grundschullehrerin vom Dienst suspendiert. Die Lehrerin aus dem
Landkreis Ludwigslust-Parchim werde zunächst so lange keinen
Unterricht geben, wie die Überprüfung der Vorgänge dauere, sagte ein
Ministeriumssprecher und bestätigte damit einen Bericht des Senders
NDR 1 Radio MV. Zur Identität der Frau machte er keine genaueren
Angaben.

Nach Recherchen des NDR hatte die in Vellahn tätige Pädagogin
wiederholt an Demonstrationen rechter Gruppierungen teilgenommen.
Fotos belegten, dass sie zuletzt am 6. Mai in Boizenburg als Rednerin
bei einer Demonstration von rund 60 Neonazis aufgetreten sei. Wie der
NDR weiter berichtete, hatte die Frau früher auch an Demonstrationen
des nordöstlichen Pegida-Ablegers teilgenommen.

16. Mai 2017
von schueler
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Falsche Jahreszahl – Panne bei Deutsch-Abitur in Heidelberg

Heidelberg (dpa) – Eine falsche Jahreszahl in der
Deutsch-Abiturprüfung hat an einer Schule in Heidelberg einigen Ärger
ausgelöst. Bei der schriftlichen Prüfung Ende April war bei der
Kurzgeschichte «Auf der Felsenkuppe» von Christoph Meckel das
Veröffentlichungsdatum mit 1949 angegeben, statt korrekterweise mit
1960. Die Schulen waren angewiesen worden, am Prüfungstag die
richtige Zahl bekanntzumachen – was am Kurfürst-Friedrich-Gymnasium
(KFG) jedoch versäumt worden war. Das Angebot der
Prüfungswiederholung habe nur eine geringe Zahl von Schülern
angenommen, sagte KFG-Leiter Michael Alperowitz am Mittwoch. «Wir
bedauern den Fehler», sagte der Direktor. Zuvor hatte die
«Rhein-Neckar-Zeitung» darüber berichtet.