SDS-newsline Onlinezeitung

19. April 2017
von schueler
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Physik mit dem Smartphone in der Salatschleuder

In Deutschland gilt die Aversion gegen Mathe und Naturwissenschaften
als gesellschaftsfähig. Wie kann man Schüler dafür begeistern? Indem
sie den Alltag mit neuen Augen betrachten?

Aachen (dpa) – Für Fernsehmoderator Frank Plasberg war Mathe in der
Schule ein Angstfach, wie er mal erzählte. Und SPD-Kanzlerkandidat
Martin Schulz bekam einst den Rat von seinem Mathelehrer: «Mit Mathe
wird das nichts, Schulz. Werd Politiker!». In Deutschland sind solche
Bekenntnisse gesellschaftsfähig. Man kokettiere sogar ein bisschen
damit, sagt der Vorsitzende des Fachlehrerverbands zur Förderung des
mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterrichts (MNU), Gerwald
Heckmann. Viele seien der Ansicht: «Nicht schlimm, wenn man da nicht
so gut ist.» Weiterlesen →

19. April 2017
von schueler
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Gibt es ein Recht auf Heimunterricht?

Schule kann eine lästige Pflicht sein. Manchmal sehen das auch Eltern
so und streiten vor Gericht für ein Recht auf Homeschooling, also
Heimunterricht. Eine Familie sieht sich in ihren Menschenrechten
verletzt.

Straßburg (dpa) – Die Schulpflicht – für die einen ist sie eine
demokratische Errungenschaft, für die anderen eine antiquierte
Freiheitsbeschränkung. Familie Wunderlich aus Ober-Ramstadt bei
Darmstadt zählt zu letzteren. Sie beschreibt als «furchteinflößend»,
wie Polizisten im Sommer 2013 die Kinder zu Hause abholten, um einen
Schulbesuch zu erzwingen. Die Haustür sei mit einem Rammbock
geöffnet, die Wohnung «gestürmt», die Eltern zur Seite gestoßen und
die Kinder «weggezerrt» worden. Weiterlesen →

19. April 2017
von schueler
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Lehrerverband will Kompetenzstufen für Naturwissenschaften

Aachen (dpa) – Der Fachlehrerverband zur Förderung des mathematischen
und naturwissenschaftlichen Unterrichts (MNU) diskutiert über die
Einführung von Kompetenzstufen – ähnlich wie bei den Sprachen. In
einem europäischen Referenzrahmen für Naturwissenschaften sollten die
Fähigkeiten von der frühkindlichen Ausbildung bis zur Universität in
einem Stufensystem klar umrissen werden, sagte der
Verbandsvorsitzende Gerwald Heckmann. Dabei geht es um eine
Definition, welches Leistungsniveau in welcher Altersstufe erreicht
werden sollte. An diesem Donnerstag beginnt in Aachen der
Bundeskongress (6.-10. April) des MNU.

19. April 2017
von schueler
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Mash-up-Hit: Wenn Haftbefehl mit Helene singt

Hamburg (dpa) – Die Schlagerkönigin Helene Fischer und der Rapper
Haftbefehl im Duett? Der Rap-Künstler Dr. Bootleg macht es möglich.
Sein Mix aus Fischers Lied «Lass Mich In Dein Leben» (von 2008) und
Haftbefehls Song «Anna Kournikova» (von 2014) macht seit Anfang April
im Netz die Runde. Die Sampling-Collage dürfte zwar weder die Fans
von ihr noch von ihm glücklich machen, hat aber Ohrwurmpotenzial. Die
Redaktion von «Noisey» nennt es einen «Traum-Mash-Up» und räumt dem
unfreiwilligen Duett ironisch sogar Chancen ein, «Sommerhit 2017» zu
werden. Es ist vielleicht der beste Bastard-Pop seit damals der DJ
Hifi Brown Nenas «Nur geträumt» mit Eminems «Lose Yourself»
kombinierte. (Dr. Bootleg: http://dpaq.de/2H6Er ; eigentliches
Haftbefehl-Lied: http://dpaq.de/P04gi ; Original-Helene-Fischer-Lied:
http://dpaq.de/oYsAM ; Noisey-Artikel: http://dpaq.de/rCclv)

19. April 2017
von schueler
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Berlins queere Szene debattiert «Beißreflexe»

Berlin (dpa) – Wer sagt was wann wo wie warum über wen? Die Debatte
über sogenannte Political Correctness ist ein Thema unserer Zeit. Die
Berliner «Polit-Tunte» (Eigenbeschreibung) Patsy l’Amour laLove hat
jetzt ein Buch herausgegeben, das sich mit einer besonderen Form der
Korrektheit beschäftigt – es heißt «Beißreflexe – Kritik an queerem
Aktivismus, autoritären Sehnsüchten, Sprechverboten». Es versammelt
Aufsätze zu besonders dogmatischem Aktivismus in der LGBTIQ*-Szene
(also unter politisch Interessierten, die sich als lesbisch, schwul,
trans-, intersexuell, queer sehen). Ein eigentlich guter Aktivismus
habe sich in bestimmten linken Kreisen «zu einer Politik der Verbote
und Bußen entwickelt – zu einer autoritären Variante von Queer»,
schrieb Patsy kürzlich auch in einem Gastbeitrag für den
«Tagesspiegel». (Querverlag zu «Beißreflexe»: http://dpaq.de/WC4jp ;
«Tagesspiegel»-Gastbeitrag: http://dpaq.de/CwHBu)

19. April 2017
von schueler
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Agenten-Bar in London eröffnet

London (dpa) – In London sind Themen-Bars schwer angesagt. Wer nicht
gern auf sein Getränk wartet, sollte «The Blechtley» aber meiden.
Denn in dieser neuen It-Bar im Stadtteil Chelsea darf nur trinken,
wer in Sherlock Holmes Fußstapfen tritt oder in geheimer Mission
unterwegs sein will. Die Gäste werden am Eingang zu Agenten und
erhalten Tarnnamen, unter denen sie Aufgaben lösen müssen. Erst dann
bekommen sie einen extra auf sie abgestimmten, individuellen
Cocktail. Die Bar ist nach dem Ort benannt, an dem Alan Turing und
sein Team im Zweiten Weltkrieg den Enigma-Code knackten: Bletchley
Park nordwestlich von London. (Bericht zur Bar: http://dpaq.de/fVne2)

19. April 2017
von schueler
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Magisches zum Frühstück: Trend zum «Einhorn-Toast»?

London/Miami (dpa) – Tassen, Kissen, Jutebeutel – das Einhorn hat
bereits viele Alltagsgegenstände erobert. Nun hat das trendige
Fabelwesen einen neuen, bunten Frühstückstrend ausgelöst, wie
britische Medien schreiben. Das «Unicorn Toast» (Einhorn-Toast) macht
auf Instagram die Runde und ist Foodporn auf hohem Niveau.
Food-Stylistin Adeline Waugh aus Miami etwa kreiert mit natürlichen
bunten Zutaten Toast-Aufstriche, die regelrecht an Gemälde erinnern.
Ihre Werke zum Anbeißen werden mit den Hashtags #unicorntoast und
#mermaidtoast passend umschrieben. Die Fabelwesen stehen für Friede
und Freude. («Evening Standard»: http://dpaq.de/570bX ; Vibrant and
Pure: http://dpaq.de/Gzmsz)

19. April 2017
von schueler
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Erster Weinmarathon in Mainz

Mainz (dpa) – Normalerweise bekommen Marathon-Läufer entlang eines 42
Kilometer langen Weges nur schnödes Wasser, Bananen-Häppchen und
vielleicht mal einen Müsliriegel. In Mainz ist das anders: Weinstände
säumen die Strecke beim ersten Weinmarathon an diesem Samstag (8.4.).
«Eigentlich ist es sogar ein anderthalb Marathon», sagte Cathrin
Tronser, Geschäftsführerin der Mainzer Winzer. Denn die 21 Winzer
schenken zusammen 63 Weine aus. Dafür ist die Strecke kürzer, nämlich
nur rund 500 Meter durch die Innenstadt. Die Winzer ziehen sich dabei
Leibchen über, die Teilnehmer bekommen Aufkleber, die sie selbst
beschriften können. (Mainzer Weinmarathon: http://dpaq.de/cpRF4)

19. April 2017
von schueler
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Nicht nur am Handgelenk: «Herr trägt Tasche

Berlin (dpa) – Wohin mit dem Smartphone, dem Schlüssel und dem
Portemonnaie? Ab in die «Man Bag», die Tasche für den Mann. «Herr
trägt Tasche», schreibt die «NZZ Bellevue». «Lange verpönt und der
Frauenwelt überlassen, ist die Handtasche nun das neue Must-have für
Männer.» In einer nicht ganz ernst gemeinten Typologie passt sie zum
Beispiel zum Dandy, findet das Lifestyle-Portal: «Viel zu männlich,
um weiblich auszusehen.» Noch hat sich die Herrenhandtasche als
Retrotrend aber nicht durchgesetzt: Im Internet ist ein Exemplar
schon für sieben Euro zu bekommen. Es erinnert an die
Herrenhandtasche, die Hape Kerkeling als Reporter Horst Schlämmer am
Handgelenk trug. (Herrenhandtasche für 7 Euro: http://dpaq.de/gv5UE ;
Artikel «NZZ Bellevue»: http://dpaq.de/Bi51B)

19. April 2017
von schueler
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CSU-Fraktion beschließt Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium

München (dpa) – Bayern kehrt zum neunjährigen Gymnasium (G9) zurück.
Das hat die CSU-Fraktion am Mittwoch in München beschlossen, wie am
Rande der Fraktionssitzung aus Teilnehmerkreisen verlautete. Damit
ziehen Staatsregierung und CSU einen Schlussstrich unter jahrelange
Diskussionen und teils heftigen internen Streit. Start der Reform
soll zum Schuljahr 2018/19 sein, für die Klassenstufen fünf und
sechs. Die jetzigen Viertklässler, die in diesem Herbst aufs
Gymnasium wechseln, werden also der erste Jahrgang des neuen G9 sein.

Gleichzeitig mit der G9-Reform beschloss die CSU ein Bildungspaket
für alle Schularten. Insgesamt sollen in den kommenden Jahren mehr
als 1800 zusätzliche Lehrerstellen geschaffen werden – ungefähr 1000
an den Gymnasien und gut 800 an den anderen Schularten zusammen.