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OECD-Bildungsdirektor: GroKo soll Anstrengung für Schulen verdoppeln

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OECD-Bildungsdirektor Andreas Schleicher hat Union und
SPD zu deutlich mehr Unterstützung für Deutschlands Schulen
aufgerufen. «Wir müssen uns mehr anstrengen, auch weil die
Herausforderungen etwa wegen der stärkeren Migration größer geworden
sind», sagte Schleicher der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. «Wir
müssen die Anstrengungen verdoppeln. Eine große Koalition sollte das
hinbekommen.»

Bei den Koalitionsverhandlungen wird die Arbeitsgruppe für Bildung
und Forschung von den Ministerpräsidentinnen des Saarlands und
Mecklenburg-Vorpommerns, Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) und Manuela
Schwesig (SPD), sowie vom Parlamentarischen Geschäftsführer der
CSU-Landesgrupppe im Bundestag, Stefan Müller, geleitet.

Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU), ebenfalls Mitglied der
Verhandlungs-AG, machte deutlich, dass an der grundsätzlichen
Zuständigkeit der Länder für die Schulen nicht gerüttelt werden
solle. «Die schulische Kompetenz bleibt eine Kompetenz der Länder»,
sagte er der dpa. Eröffnet werden solle aber die Möglichkeit für mehr
Investitionen des Bundes. Darin hatte die SPD eine Aufhebung des
Kooperationsverbots von Bund und Ländern bei der generellen
Schulfinanzierung gesehen.

Schleicher sagte: «Enge Kooperation des Bundes, der Länder und der
Kommunen ist wünschenswert.» Das sei nicht nur eine Frage des
Geldes. «Die Lehrer werden zum Beispiel in den 16 Bundesländern
unterschiedlich ausgebildet.» Schulen bräuchten deutlich mehr
Freiräume für Flexibilität und Kreativität. 

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